Nachhaltige und ökologische Verpackungskonzepte

Nachhaltige und ökologische Verpackungskonzepte

Das Thema Nachhaltigkeit ist seit einiger Zeit in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Viele Menschen achten auf ihren ökologischen Fußabdruck. Das betrifft gerade auch den Umgang mit Verpackungen. Eine umweltgerechte Verpackung kann so die Kaufentscheidung des Kunden positiv beeinflussen. Um Ihnen eine Orientierungshilfe bei der Wahl des passenden nachhaltigen Verpackungskonzepts für Ihr Produkt zu geben, finden Sie im Folgenden eine Übersicht über die Ökobilanzen ausgewählter Verpackungsarten.

 

Wenn Sie generell wissen wollen, wie Sie Ihre Verpackungsproduktion optimieren können und wo Sie im Vergleich zum Wettbewerb stehen, dann machen Sie am besten mit bei unserem Packaging-Check:

Ökologischer Fußabdruck von Verpackungen

Glas

Als Verpackungsmaterial spielt Glas eine große Rolle im Alltag. Glas wird vor allem für Mehrweg-Getränkeflaschen, Mehrweg-Joghurtbehälter oder auch Konservenbehälter verwendet. Für die gute Ökobilanz von Mehrweg-Glasverpackungen ausschlaggebend ist die Wiederverwendbarkeit nach entsprechender Aufbereitung.

Entscheidend für die Umweltfreundlichkeit einer Verpackung ist stets auch der Transportweg. Es gilt: je kürzer desto besser. Deshalb ist insbesondere die Ökobilanz von regionalen Mehrweg-Glasverpackungen positiv zu bewerten. Dies gilt auch für Mehrweg-Schraubgläser, die zum Beispiel für Joghurts eingesetzt werden. Weniger positiv fällt die Nachhaltigkeitsauswertung von Einweggläsern aus, wie sie häufig für Konserven verwendet werden. Experten kritisieren die wenig umweltfreundliche Herstellung.

Das größte Problem von allen Glasbehältern ist ihr vergleichsweise großes Gewicht. Aufgeladen auf einen Lkw bedeutet ein höheres Gewicht des Transportguts einen größeren Kraftstoffverbrauch bei gleicher Strecke. Im Vergleich zu leichteren Materialien sind die Emissionswerte beim Transport von Glasbehältern deshalb bedeutend höher.

Plastikflaschen

Auch bei Plastikflaschen, dazu zählen auch PET-Flaschen, ist eine Unterscheidung in Einweg- und Mehrwegflaschen notwendig. Wenig überraschend fällt die Ökobilanz der Mehrwegflaschen besser aus.

Wegen des kürzeren Transportwegs weisen regionale Produkte wiederum eine bessere Ökobilanz auf. Aufgrund des geringen Gewichts im Vergleich zu Glas erzeugen die Plastikflaschen sogar weniger Emissionen beim Transport, was sie tendenziell umweltfreundlicher macht.

Einweg-PET-Flaschen sind zwar nur einmal verwendbar, allerdings ist die Recyclingquote mit 95 Prozent sehr hoch. Hierbei ist entscheidend, ob ein Pfand auf die Einwegflasche erhoben wird. Ohne Pfand ist eine spätere Trennung von anderem Abfall komplizierter, sodass das Recycling erschwert wird. Und: Nur 30 Prozent des recycelten Kunststoffes werden auch wieder zu Flaschen verarbeitet.

Wird gerade viel diskutiert: Wie man Plastikmüll vermeiden kann

Ein wichtiger Punkt im Bereich der Lebensmittelverpackung ist auch die Kennzeichnungspflicht. Lesen Sie dazu auch unseren Blogbeitrag zum geplanten neuen Nährwert-Kennzeichnungssystem.

Getränkekartons

Getränkekartons erzielen eine schlechtere Ökobilanz. Obwohl die Kartons zum Großteil aus Papier bestehen, ist das Recycling kompliziert. Denn das Papier ist Teil eines Materialverbunds, was die spätere Komponententrennung erschwert. Dies betrifft auch den beliebten Tetra-Pak. Generell gilt: Je reiner ein Material vorliegt, desto einfacher ist das Recycling.

Konservendosen

Die Dosen aus Weißblech lassen sich eigentlich gut recyceln und auch beliebig oft wiederverwenden. Dennoch schätzt das Umweltbundesamt die Ökobilanz als weniger positiv ein, da bei der Herstellung ein besonders hoher Energieverbrauch anfällt.

Plastikbecher

Beim Plastikbecher gilt grundsätzlich, dass größere Becher eine bessere Umweltbilanz aufweisen. Das klingt zunächst nicht sehr logisch, aber: je kleiner die Verpackung, desto häufiger fällt Müll an.

Die Recyclingfähigkeit hängt zudem davon ab, ob unterschiedliche Materialien eingesetzt werden. Bei Plastikbechern mit mehreren Kammern und verschiedenen Materialien verschlechtert sich die Ökobilanz. Aus diesem Grund ist es auch beim sogenannten Drei-Komponenten-Becher entscheidend, wie gut sich Karton, Plastik und Aludeckel voneinander trennen lassen.

Plastikbeutel

Lagerfähige Produkte wie Nudeln oder Reis werden häufig in Plastikbeuteln angeboten. Die Ökobilanz ist relativ ausgewogen und für Plastikverpackungen recht vorteilig. Denn die Plastikbeutel sind groß, bestehen nicht aus Mehrmaterialverbunden und sind oft verhältnismäßig lange im Einsatz, bevor sie in den Müll geworfen werden.

Pappkartons

Der Pappkarton ist eine bekannte und ökologisch sehr nachhaltige Alternative zur gerade genannten Plastikbeutelverpackung. Nudeln, Waschpulver oder Reis werden oft in reinen Pappkartons ohne Plastikanteile verkauft. Hinsichtlich der Ökobilanz gibt es keinen großen Unterschied, da auch der Pappkarton, sofern korrekt entsorgt, gut zu recyceln ist.

Fazit

Die Auswahl an Verpackungsformen und -materialien, die für ein Produkt zur Verfügung stehen, sind sehr vielfältig. Wie in der vorangehenden Aufzählung gezeigt, gibt es jedoch gravierende Unterschiede hinsichtlich ihrer Ökobilanz. Die Verpackungsexperten von mds.packaging beraten Sie gern hinsichtlich eines nachhaltigen Verpackungskonzepts.

Beitrag von Johannes Greipl
Johannes Greipl ist Head of Design in München. Sein Team umfasst Spezialisten für alle Fragen rund ums Thema Marke und Ihre Visuelle Ausgestaltung: von Kreativgestaltung über Brand Guidance zu Verpackungsdesign und Adaptionen in der Serienproduktion.

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