Digitale Transformation und Branding

Digitale Transformation und Branding

Die Ausgangslage 2020

Wenn das Jahr 2020 etwas für Unternehmen bewiesen hat, dann, dass die Digitalisierung nicht länger eine Option, sondern eine Notwendigkeit ist. Mit der Coronapandemie erkannten Unternehmen, dass sie keine andere Wahl haben, als sich auch digital aufzustellen – das betrifft nicht nur den Onlineshop, sondern die gesamten Geschäftsprozesse und insbesondere auch das Marketing und Branding. Anstelle der traditionellen Marketingmethoden bringen immer mehr Marken ihre Unternehmen online und starten digitale Produktpräsentationen.

Der Digitalisierungsdruck ist hoch: Laut einer Studie der Staufen AG geben fast zwei Drittel (63 %) der befragten Unternehmen zu, dass eine schnelle Digitalisierung ihres Unternehmens notwendig sei. Allerdings haben rund 21 % Probleme bei der Umsetzung und weitere 44 % sehen noch Verbesserungspotenzial. Darüber hinaus gibt die Mehrheit der Unternehmen an, die Digitalisierung zur Effizienzsteigerung (81 %) und zur Kostensenkung (60 %) einzusetzen. 53 % der Unternehmen wollen die Digitalisierung nutzen, um ihre Kundenbeziehungen zu stärken.

Angesichts dieser Zahlen ist es offensichtlich, dass die Digitalisierung eine große Rolle in der Zukunft des Handels spielen wird. Und es führt kein Weg daran vorbei, in Technologien zu investieren und digital zu werden, wenn Unternehmen in diesem wettbewerbsintensiven Markt erfolgreich sein wollen.

Herausforderungen, denen sich Unternehmen stellen müssen

Aber was bedeutet die Digitalisierung konkret für die Marke und die Markenbildung? Welchen Herausforderungen müssen sich Unternehmen im Marketing stellen, wenn sie sich gezielt auch digital präsentieren wollen?

Schnell auf sich verändernde Kundenbedürfnisse reagieren

Je stärker die Digitalisierung im Alltag um sich greift, desto agiler müssen Unternehmen reagieren können, um ihre Kund*innen auf allen Kanälen zu erreichen und auf ihre wechselnden Bedürfnisse einzugehen. Im vergangenen Jahr haben die Menschen erkannt, wie viel sie mit ihrem Laptop und Smartphone erledigen können. Daher sind die Kund*innen anspruchsvoller und fordernder denn je. Und sie erwarten ganz selbtsverständlich digitale Angebote, die sich einfach und bequem nutzen lassen.

Klare digitale Strategie

Die digitale Transformation ist weit mehr als ein Buzzword. Dennoch wird es oft ohne klare Definition in den Raum geworfen. Dies führt dazu, dass Unternehmen in unklaren Gewässern unterwegs sind und vielfach gar nicht genau wissen, wohin die Reise führen soll. Ohne eine klare digitale Strategie besteht angesichts der Vielzahl an neuen IT-Technologien die Gefahr, sich zu verzetteln oder in Tools zu investieren, die es eigentlich gar nicht braucht oder die nicht richtig in die bestehende Systemlandschaft passen. Hier kann es sich auf jeden Fall lohnen, eine erfahrene Digitalagentur zurate zu ziehen, um Fragen zu beantworten wie:

  • Was sind die Ziele und Prioritäten meines Unternehmens?
  • Sind sie im gesamten Unternehmen konsistent, sind alle relevanten Stakeholder integriert?
  • Welche Bereiche/Prozesse sollen digitalisiert werden?
  • Auf welchen Bestandssystemen kann/soll aufgesetzt werden?
  • Was muss die neue digitale Lösung leisten können?

Big Data Management

Die digitale Transformation ist datengetrieben. Sie beruht nicht nur auf Daten, sondern produziert auch ständig neue: Unternehmensdaten, Produkt- und Kundendaten. Gerade im Marketing und Branding ist es dabei entscheidend, diese Daten sinnvoll aufeinander zu beziehen und miteinander zu verknüpfen.

Je besser es einem Unternehmen gelingt, seine Daten zu verwalten und zu analysieren, desto flexibler kann es in der Kundenansprache sein und Informationen so ausspielen, dass sie die Zielgruppen zur richtigen Zeit am richtigen Ort erreichen. Und das auf allen Kanälen und an allen Touchpoints.

Was hat sich 2021 geändert?

Viele Themen, die Marketingexpert*innen im Jahr 2020 noch für einen „Overhype“ hielten, sind heute fester Bestandteil der Marketingabteilungen von Unternehmen oder auf dem Weg dorthin.

Chatbots

Dazu gehören zum Beispiel die Chatbots. Zunächst nur als digitales „Randprodukt“ betrachtet, begegnet man ihnen heute auf fast jeder Website. Sie interagieren nicht nur mit den Kund*innen, sondern beschleunigen auch die Customer Journey, indem sie deren Fragen quasi in Echtzeit beantworten. Das führt zu fundierteren Kaufentscheidungen und weniger Retouren. Weiterer Vorteil: Mit Chatbots lassen sich auch wertvolle Informationen über Ihre Kundschaft sammeln, die Sie später für Marktanalysen oder den Kundendienst nutzen können.

Mehr zur Wirksamkeit von Chatbots können Sie in unserer Case Study zum Online-Produktberater für Liebherr-Hausgeräte nachlesen.

Automatisierung

Neben den Chatbots ist eine weitere technologische Lösung, die immer mehr Anerkennung findet, die Automatisierung. Diese ist vor allem in der Printproduktion hilfreich, wo Kataloge, Flyer, Broschüren und Datenblätter schnell und auf Basis eines einheitlichen Brandings produziert werden müssen. Mit der Printautomatisierung können Sie die Aktualität und Richtigkeit der Daten sicherstellen sowie kurze Produktionszeiten und damit eine schnellere Time-to-Market. Darüber hinaus sorgt sie für ein konsistentes Branding über verschiedene Kanäle hinweg: sei es auf der Website, im Print oder in E-Mails.

Weitere Infos zu Printautomatisierung und Web2Print finden Sie hier.

Digitale Produktpräsentationen

Der Ausfall zahlreicher Messen hat deutlich vor Augen geführt, wie wichtig es ist, alternative, orts- und zeitunabhänige Präsentationsformen für den Vertrieb zu entwickeln. Innovative digitale Produktpräsentationen in Verbindung mit Kurzvideos, 3D-Animationen und interaktiven Elementen bieten neue Möglichkeiten der Kundenansprache: personalisiert, flexibel – und dank integrierter Tracking-Funktionen fortlaufend optimierbar.

Erfahren Sie mehr über den Digital Product Launcher, den wir für die Firma Liebherr entwickelt haben.

Wie sieht das digitale Marketing zukünftig aus?

Kundenzentrierung und Kreativität

Die Masse an digitalem Content wird weiter wachsen. Diese Inhalte müssen einfach zu handhaben sein, um auf diversen Kanälen in kleinen Portionen zielgerichtet ausgespielt werden zu können. Dies wird wiederum zur Folge haben, dass der Konkurrenzkampf um die Gunst der Zielgruppen steigt. Für Unternehmen stellt sich dann die Frage: Wie erreiche ich meine Zielgruppe so, dass meine Nachricht in den mit Content vollgestopften Kanälen nicht untergeht? Das Schlagwort ist hier eindeutig Customer Centricity – die zielgruppengerechte Ansprache. Und: das Aufbringen von Kreativität und Innovationen. All dies lässt sich mithilfe neuer Technologien fördern.

Diese Entwicklungen zeigen sich auch in einer Studie, die u. a. vom Marktforschungsinstitut Vanson Bourne durchgeführt wurde. So glauben 89 % der teilnehmenden Marketingfachleute daran, dass neue Technologien zur Kreativität in ihren Marketingabteilungen beiträgt. Ebenso sehen 98 % der Konsumgütermarken sowie 96 % der Kreativ- und Marketingagenturen eine Förderung ihrer Kreativität durch neuartige Technologien.

Markenkonsistenz

Angesichts immer flexiblerer und kreativerer Marketingkampagnen gewinnt ein Thema noch mehr an Gewicht: die Frage der Markenkonsistenz. Wie schaffen es Unternehmen, ihre Marke bzw. ihr Branding über alle Aktivitäten und Kanäle einheitlich durchzuhalten. Die Lösung hierfür lautet Agilität. Dazu braucht es zum einen agile Methoden, um eine Beschleunigung der Marketingaktivitäten zu ermöglichen. Zum anderen braucht es eine solide digitale Datengrundlage, um Inhalte organisieren,pflegen und vielfältig nutzbar machen zu können.

Hier sind DAM-Systeme mittlerweile ein Muss, um mit den stetig wachsenden inhaltlichen und kreativen Herausforderungen Schritt zu halten. Wie essenziell ein DAM-System ist, zeigt eine Studie vom Juni 2020, die von Forrester durchgeführt wurde. Sie ergab, dass 54 % der befragten Entscheider*innen ein DAM-System (Digital Asset Management) implentiert haben, dieses gerade einführen oder erweitern und aktualisieren.

Fazit

Die außergewöhnlichen Umstände der letzten beiden Jahre hat die Digitalisierung von einem „nice to have“ zu einem „Must-have“ für Unternehmen jeder Art gemacht. Aber obwohl heute mehr technologische Möglichkeiten zur Verfügung stehen als je zuvor, ist der Weg dorthin nicht immer einfach. Von der Frage der Finanzierung bis zur Umstellung von Altsystemen gibt es viele Hindernisse, die es aus dem Weg zu räumen gilt.

Da kann externe Hilfe vielfach guttun. Wir von der mds zeigen Ihnen, wo Sie ansetzen können. Mit unserer langjährigen Erfahrung in der digitalen Transformation von Unternehmen, insbesondere im Bereich von Branding und Produktkommunikation, identifizieren wir die technischen Mittel, die für Ihr Unternehmen zur Organisation und Pflege Ihrer Daten geeignet sind. Technologie ist eine der Grundlagen für die Kreativität der Zukunft. Nehmen Sie noch heute Kontakt mit uns auf! Wir zeigen Ihnen die vielfältigen Möglichkeiten der Digitalisierung und helfen Ihnen, das Markenvertrauen und die Markenbindung zu stärken.

Beitrag von Philip Wiemer
Philip Wiemer führt die mds. Agenturgruppe in die digitale Zukunft. Er betreut Kunden bei allen strategischen und operativen Themen der digitalen Transformation.

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