Social-Media-Markenkommunikation – Erfolg auch im B2B

Social-Media-Markenkommunikation – Erfolg auch im B2B

Die sozialen Medien werden von Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt genutzt. Sie ermöglichen es, frei mit anderen Nutzer*innen zu interagieren, und bieten Vermarkter*innen zahlreiche Möglichkeiten, um Verbraucher*innen zu erreichen. Es stellt sich heute nicht mehr die Frage ob, sondern wie und auf welchen Plattformen die Markenkommunikation stattfinden sollte. Und auch B2B-Unternehmen kommen um die Nutzung dieser Kanäle nicht herum. Dabei geht es nicht nur um LinkedIn und Xing, auch die anderen Plattformen können sich lohnen.

Die wichtigsten Plattformen für die Social-Media-Markenkommunikation

Wichtig ist, die zur Zielgruppe eines Unternehmens passende(n) Plattforme(n) zu identifizieren. Im Folgenden werfen wir daher erst mal einen Blick auf die unterschiedlichen Netzwerke und wer genau sich darauf bewegt.

Facebook

Mit über 25 Millionen aktiven Nutzer*innen in Deutschland (Quelle: AllFacebook.de) ist das 2004 gegründete Unternehmen Facebook noch immer die zentrale Plattform. Entsprechend stehen Sie hier nicht nur im Wettbewerb mit den zahlreich vertretenen Unternehmen, sondern vor allem auch mit den Kontakten der User*innen, um sich in den überfüllten Feeds durchzusetzen. Hinzu kommen Ads und gelikte Seiten, die ebenfalls in den Feeds erscheinen.

Auf Facebook können Sie Content in den unterschiedlichsten Formaten posten – zum Beispiel Bilder, Videos, Werbeinhalte oder Blogartikel. Was letztlich im Feed ausgespielt wird, entscheidet der Facebook-Algorithmus EdgeRank. Dieser gewichtet das Engagement Ihrer Beiträge besonders stark. Um von ihm gepusht zu werden, sollten Ihre Posts deshalb in den ersten Minuten nach der Veröffentlichung für möglichst viele Interaktionen sorgen. Testen Sie die verschiedenen Formate und lernen Sie Ihre Fans besser kennen.

Instagram

Auch Instagram zählt zu den essenziellen Netzwerken für die Social-Media-Markenkommunikation. Das zeigt sich auch an den 19 % der Deutschen, die Instagram mindestens einmal pro Woche nutzen. Der Fokus liegt hier insbesondere auf Bildern und Videos.

Inzwischen hat sich die 2010 gegründete und 2012 von Facebook gekaufte Plattform mit ihrem Stories-Feature, einem IGTV-Kanal und Instagram Shopping weiter für das Social-Media-Marketing geöffnet. So lassen sich Produkte taggen, und auch ein Checkout-Feature ist geplant, bei dem User*innen bezahlen können, ohne die App zu verlassen.

Pinterest

Pinterest ist ein soziales Netzwerk, in dem Menschen Inspiration und Ideen für ihre Interessen und Hobbys finden können. Jede Idee wird durch einen Pin dargestellt, ein Bild, das von Pinterest-Nutzer*innen gesucht und gespeichert wird. Pins können auch zu Websites zurückverlinkt werden. Aus diesem Grund eignet sich Pinterest hervorragend, um Besucherzahlen und Verkäufe zu steigern. Und was für Unternehmen am wichtigsten ist: Pins helfen Menschen, mehr Informationen über Produkte zu finden.

Snapchat

Snapchat ist ein Netzwerk, bei dem visuelle Inhalte im Vordergrund stehen. Es bietet eine unterhaltsame Möglichkeit, Fotos und Videos zu versenden. Die gesendeten Inhalte sind dabei nur für ein paar Sekunden verfügbar und werden danach wieder gelöscht. Snapchat wurde 2011 eingeführt und ist für seine kreativen und humorvollen Filter und Bearbeitungswerkzeuge bekannt. Mittlerweile verfügt die Plattform auch über Snapchat Stories und einen Discover Channel, was die Plattform auch für B2B-Marketing interessant macht. Das gilt besonders für Marken, die junge Zielgruppen aufweisen.

TikTok

Dieses noch recht junge Videoportal verlangt dem B2B-Marketing viel Kreativität ab. Hier geht es weniger darum, offensiv eine Marke zu bewerben. Stattdessen lohnt es sich, eigene Regeln für die Markenkommunikation auf TikTok zu entwerfen. Bei einer erfolgreichen Umsetzung erhalten Sie dafür mehr Engagement und Aufmerksamkeit als auf anderen Social-Media-Plattformen. Die vorherrschenden Inhaltsformen auf TikTok sind Tanzvideos, Lippensynchronisationen von Musikvideos und weitere diverse Kurzvideoformate.

YouTube

Die Videoplattform YouTube wurde 2005 ins Leben gerufen. Für viele Unternehmen ist sie ein wichtiger Teil ihrer Social-Media-Markenkommunikation geworden. Kein Wunder, wünschen sich einer Studie von Hubspot zufolge doch 54 % der Verbraucher*innen mehr Videocontent von Unternehmen. Was auf YouTube zählt, sind die Anzahl der Abonnenten sowie die Viewtime. Um diese Werte zu verbessern, benötigen Sie interessanten, lehrreichen Content. Ihre Videos sollten den User*innen einen Mehrwert bieten. Hierzu bieten sich Formate wie Tutorials und How-to-Videos an.

Die Zielgruppen der einzelnen Plattformen

Die Identifizierung Ihrer Zielgruppe ist entscheidend für den Erfolg Ihrer Social-Media-Marketingkommunikation. Indem Sie sich auf Ihre Zielgruppe konzentrieren, können Sie eine Marketingstrategie entwickeln, die zu besseren Ergebnissen und einem höheren ROI führt. Außerdem sparen Sie Ressourcen, da Sie keine großen Kampagnen durchführen und nicht alle Social-Media-Nutzer*innen ansprechen müssen. Darüber hinaus können Sie durch die Ermittlung Ihrer Zielgruppe auch die beste(n) Plattform(en) für Ihre Marketingkampagne auswählen.

Da jedes Netzwerk unterschiedliche Nutzertypen hat, ist es nicht immer einfach, die zu Ihrer Marke passende Plattform auszumachen. Um Ihnen dabei zu helfen, zeigen wir Ihnen im Folgenden die Nutzertypen der einzelnen Netzwerke:

Facebook: 31,5 % der aktiven Facebook-Nutzer*innen weltweit sind Millennials im Alter zwischen 25 und 34 Jahren (19 % Männer und 12,5 % Frauen). Dahinter folgen die GenZers (11- bis 26-Jährigen) mit 22,7 % (13,4 % Männer und 9,3 % Frauen). (Quelle: statista.com)

Instagram: Fast zwei Drittel der Nutzer *innen der Plattform sind unter 34 Jahre alt. 32,1 % der User*innen sind zwischen 25 und 34 Jahre alt, 29,9 % zwischen 18 und 24 Jahre und 7,5 % zwischen 13 und 17 Jahre. (Quelle: statista.com)

Pinterest: Die größte Altersgruppe der Pinterest-Nutzer*innen sind mit 38 % die Babyboomer im Alter von 50 bis 64 Jahren. Es folgen die User*innen zwischen 30 und 49 Jahren mit 34 % und zwischen 18 und 29 Jahren mit 32 %. (Quelle: statista.com)

Snapchat: 50 % der Snapchat-Nutzer*innen sind unter 25 Jahre alt, während 23 % noch keinen Schulabschluss haben. Dementsprechend gehört die größte Altersgruppe auf der Plattform mit 37 % zu den 18- bis 24-Jährigen. (Quelle: LSE; info.lse.ac.uk)

YouTube: 95 % der weltweiten Internetbevölkerung nutzt YouTube. Die größte Altersgruppe auf der Plattform sind die 18- bis 25-Jährigen mit 81 %, gefolgt von den 26- bis 35-Jährigen mit 71 %. (Quelle: globalmediainsight.com)

TikTok: Hier ist die Generation Z (11- bis 26-Jährige) zu Hause, mit 60 % der User*innen unter 16 bis 24 Jahren. Danach folgen die Nutzer*innen zwischen 25 und 44 Jahren mit 26 %. (Quelle: wallaroomedia.com)

Social-Media-B2B-Marketing mit TikTok

Man würde es nicht unbedingt erwarten, aber wenn es um die Social-Media-Markenkommunikation geht, ist TikTok definitiv eine der Plattformen, die Sie für Ihr B2B-Marketing in Betracht ziehen sollten. Die Plattform weist nicht nur ein kontinuierliches Wachstum auf, sondern bietet auch eine Menge Marketinglösungen für Marken.

TikTok For Business

So hat TikTok am 25. Juni 2020 seine eigene Werbeplattform namens TikTok For Business veröffentlicht. Sie dient als Heimat für alle aktuellen und zukünftigen TikTok-Marketinglösungen. Darüber hinaus führt TikTok For Business Vermarkter*innen durch den gesamten Prozess der Erstellung von Anzeigen, der Festlegung von Budgets, der Ansprache der richtigen Zielgruppe und der Analyse von Kampagnendaten. Es gibt sogar ein E-Learning-Center, in dem Sie mehr über TikTok und seine Werbeangebote erfahren können. Dieses Zentrum enthält Produkthandbücher, Ressourcen und kreative Best Practices.

TikTok Creator Marketplace

Zusätzlich zu TikTok For Business hat die Plattform auch ihren eigenen Creator Marketplace gestartet. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um die Influencer-Werbeplattform von TikTok. Dort können Sie mit den besten TikTok-Kreativen zusammenarbeiten. Der Creator Marketplace bietet auch grundlegende Tools für das Starten von Influencer-Kampagnen und ermöglicht es Ihnen, die Leistung der Kampagne zu verfolgen.

In diesem Zusammenhang hat TikTok im September seine neue TikTok Creator Marketplace API eingeführt. Wenn Sie ein Partner-Marketingunternehmen sind, ermöglicht Ihnen die API nicht nur, Ihre Influencer-Kampagnen auf der Plattform zu hosten. Sie gibt Ihnen auch Zugang zu TikToks First-Party-Daten über Publikumsdemografien, Wachstumstrends sowie den besten Videos und Kampagnenberichten in Echtzeit. So können Sie Ihre Inhalte optimieren und bessere Kampagnenergebnisse erzielen. 

3 Gründe, warum Sie TikTok für Ihre Social-Media-Markenkommunikation nutzen sollten

Aufgrund dieser neuen Funktionen und seiner visuellen Natur hat sich TikTok einen Ruf als leistungsstarkes B2C-Marketing-Tool erworben. Im letzten Jahr erkannten jedoch auch immer mehr B2B-Marken, dass TikTok mehr als nur Dance Challenges bieten kann. Drei Gründe sprechen für TikTok als B2B-Marketingplattform:

  • Erstens gibt es auf der Plattform derzeit noch wenig Konkurrenz. Das bedeutet, dass B2B-Vermarkter*innen ihre Onlinepräsenz leicht aufbauen, ihre Markenbekanntheit steigern und mehr Follower gewinnen können.
  • Zweitens gestaltet TikTok Ihre Marke menschlicher und persönlicher. Mit kreativen Beiträgen können Sie auch ein jüngeres Publikum erreichen und für Sympathien sorgen.
  • Drittens können Sie durch das Erstellen von Challenges eine Menge nutzergenerierter Inhalte erzeugen, die Sie später für Ihre Website oder Ihren Blog verwenden können.

3 Best Practices für B2B-Marketingkampagnen auf TikTok

Um zu verdeutlichen, wie TikTok erfolgreich für B2B-Marketingkampagnen genutzt werden kann, stellen wir zum Schluss kurz drei Best Practices vor:

  1. Adobe Creative Software: Das Unternehmen nutzt TikTok, um mit anderen Marken in Kontakt zu treten, indem es Tutorials zu seinen Produkten erstellt. Das erste Video auf der Plattform erreichte 767.000 Aufrufe, das zweite erzielte dann schon 1,3 Millionen Views.
  2. Shopify: Dabei handelt es sich um eine E-Commerce-Plattform, die unabhängige Geschäftsinhaber*innen unterstützt. Shopify nutzt TikTok nicht, um seine Produkte oder seine Dienstleistung zu präsentieren. Stattdessen nutzt das Unternehmen die Plattform, um Geschichten über Unternehmertum und Erfindungen der Menschheitsgeschichte zu verbreiten.
  3. Square: Hierbei handelt es sich um ein Softwareunternehmen für Digital Payments, das Millionen von Verkäufer*innen bei der Abwicklung ihrer Geschäfte unterstützt. Square nutzt User Generated Content auf TikTok, um mit Kleinunternehmer*innen in Kontakt zu treten und zu zeigen, wie ihr Produkt zum Wachstum anderer Unternehmen beiträgt. Dies stärkt das Markenimage des Unternehmens und trägt dazu bei, die von den Kleinunternehmer*innen angebotenen Produkte und Dienstleistungen zu fördern.
Beitrag von Johannes Greipl
Johannes Greipl ist Head of Design in München. Sein Team umfasst Spezialisten für alle Fragen rund ums Thema Marke und deren visuelle Ausgestaltung: von Kreativgestaltung über Brand Guidance bis hin zu nachhaltigen Verpackungskonzepten, Packaging-Design und Adaptionen in der Serienproduktion.

Related Posts

Kontakt
Wir sind sofort für sie da
+49 89 74 73 44 0
info@mds.eu