Inbound-Marketing Website: So gewinnen Sie Kund*innen mit relevanten Inhalten

Inbound-Marketing Website: So gewinnen Sie Kund*innen mit relevanten Inhalten

Niemand wird gern mit Werbemails von Marken bombardiert, die er nicht kennt. Das Gleiche gilt für Telefonwerbung oder Anzeigen, die mitten während der Lieblingssendung eingeblendet werden. Diese aufdringlichen Marketingtechniken werden langsam, aber sicher überflüssig. Die Kundinnen und Kunden von heute entscheiden selbst, bei wem sie kaufen. Sie können Werbung schon von Weitem riechen und meiden sie, wann immer sie können.

Genau aus diesem Grund gewinnt das Inbound Marketing in der Marketinglandschaft immer mehr an Bedeutung. Anstatt Nutzerinnen und Nutzer mit unaufgeforderten Werbebotschaften zu belästigen, konzentriert sich diese Strategie darauf, potenzielle Kund*innen mit relevanten Inhalten bzw. Content mit Mehrwert anzulocken.

Was ist Inbound Marketing?

Inbound Marketing ist eine Strategie zur Erstellung mehrwertiger Inhalte, die auf die Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmt sind. Im Gegensatz zur Outbound-Strategie, bei der es darum geht, Ihre Marke vor Ihr Publikum zu bringen, sollen Besucherinnen und Besucher beim Inbound-Marketing mit lehrreichem und ansprechendem Content zu Ihrem Unternehmen gelockt werden.

Inbound Marketing ist besonders wichtig in der heutigen Marketinglandschaft, in der es für Marketer immer schwieriger wird, Kund*innen zu erreichen. Das klassische Kundenbild hat sich gewandelt: Kundinnen und Kunden haben sich emanzipiert. Sie ziehen es vor, sich die Informationen selbst zu beschaffen, anstatt sich auf die vorgefertigten und breit gestreuten Werbebotschaften der Unternehmen zu verlassen. Die überbordende Informationsflut, der sie ausgesetzt sind, lässt sie den klassischen Marketingmaßnahmen misstrauen.

Vorteile von Inbound Marketing

Hier kommt Inbound Marketing ins Spiel. Bei dieser Strategie geht es darum, Ihrer Zielgruppe erst mal genau zuzuhören und ihr dann individuelle Lösungen für ihre Probleme zu bieten. Dies kann zum Beispiel in Form von Blogging, Content-Erstellung, Social-Media-Posts und Word-of-Mouth Marketing geschehen. Auch die Teilnahme an Foren kann ein wirksamer Weg sein.

Die Vorteile, die Sie mit dem Wechsel von Outbound Marketing zu Inbound Marketing erzielen können, sind beträchtlich (Quelle: Dermatic Metric und Statista):

  • Mehr Leads: 70 % der Nutzer*innen lernen ein Unternehmen lieber über Artikel kennen
  • Bessere Kundenbeziehung: 90 % der Verbraucher*innen finden Content für ihre Kaufentscheidung nützlich
  • Weniger Kosten: Inbound Marketing kostet 62 % weniger als traditionelle Marketingmaßnahmen

Was unterscheidet eine Inbound-Marketing Website von einer normalen Website?

Was steckt hinter einer Inbound-Marketing Website? Eine Inbound-Marketing Website ist vollständig auf die Verbesserung der Kundenerfahrung ausgerichtet. Das bedeutet, dass die Besucherinnen und Besucher im Mittelpunkt der Website stehen – von der Startseite bis zu jedem einzelnen Blogbeitrag. Jeder Aspekt der Website zielt darauf ab, den Verbraucher*innen einen Mehrwert zu bieten und mit ihnen in verschiedenen Stadien der Customer Journey in Kontakt zu treten.

Im Folgenden sind die vier wichtigsten Aspekte aufgeführt, die eine Inbound-Marketing Website von einer normalen Website unterscheiden.

1. Die Kund*innen stehen an erster Stelle

Viele Unternehmen, insbesondere Start-ups, machen den Fehler, auf ihrer Website ihre Marke in den Vordergrund zu stellen und vollmundig mit den angeblichen Vorzügen ihrer Produkte zu prahlen. Dabei laufen sie Gefahr, die eigentlichen Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden aus dem Auge zu verlieren. Genau darin liegt aber das Hauptinteresse der Nutzerinnen und Nutzer, wenn sie im Netz nach etwas suchen: Sie wollen eine Lösung für ihr Problem oder eine Antwort auf ihre Frage. Und sie interessieren sich nur dafür, was Sie tun können, um ihnen dabei zu helfen.

Eine Inbound-Marketing Website ist sich dessen bewusst und dient einzig und allein dazu, den Verbraucher*innen relevante Informations- und Hilfsangebote zu liefern. Es gibt keine leeren und floskelhaften Werbebotschaften. Stattdessen stehen die Kund*innen und ihre Pain Points an erster Stelle. Entsprechend ist das Hauptziel einer Inbound-Marketing Website, mit hilfreichen Angeboten und relevantem Content Besucherinnen und Besucher davon zu überzeugen, dass Ihr Angebot das richtige ist

2. Alle Wege führen zu Konversionen

Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Website ist eine Inbound-Marketing Website darauf optimiert, bei jeder Gelegenheit Leads zu generieren. Das bedeutet, dass jede Seite eine Handlungsaufforderung enthält: von der Homepage bis hin zu den einzelnen Blogbeiträgen. Je nachdem, worum es auf der Seite geht, könnte sich der Call-to-Action auf Folgendes beziehen:

  • einen Termin für ein Gespräch vereinbaren
  • einen Kauf tätigen
  • sich für eine Testversion anmelden
  • Herunterladen von Inhalten

Indem Sie CTAs strategisch auf Ihrer gesamten Website platzieren, erhöhen Sie nicht nur Ihre Chancen, Leads zu erhalten. Sie machen es Ihren Kundinnen und Kunden auch leichter, im Verkaufstrichter weiterzukommen.

3. Geschwindigkeit ist der Schlüssel

Die Fähigkeit Ihrer Website, Leads zu generieren, hängt stark von ihrer Geschwindigkeit ab. Denken Sie daran, dass die Käufer*innen von heute ungeduldig sind. Sie wollen vertrauenswürdige Antworten, aber vor allem wollen sie sie schnell. Eine von YOTTAA durchgeführte Studie kam zu dem Schluss, dass 90 % der Käufer*innen eine Website verlassen, wenn sie nicht in einer angemessenen Zeit geladen wird.

Und die Geschwindigkeit der Website beeinflusst auch, wie gut Sie in Suchmaschinen wie Google ranken. Je langsamer Websites sind, desto schlechter werden sie eingestuft. Idealerweise sollte die Geschwindigkeit Ihrer Website weniger als drei Sekunden betragen, um die Nutzer*innen bei der Stange zu halten. Nur eine oder zwei Sekunden mehr, und die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer*innen Ihre Seite verlassen, steigt auf 113 %.

4. Hochwertiger Content ist das A und O

Beim Inbound Marketing geht es um die Erstellung von relevantem Content für Ihre Kund*innen. D. h. Sie müssen Inhalte erstellen, die für Ihre aktuellen und potenziellen Besucherinnen und Besucher tatsächlich von Interesse sind. Die Inhalte sollten ihnen helfen, fundierte Kaufentscheidungen zu treffen, indem sie auf ihre Fragen oder Bedenken eingehen, die sie zu Ihrem Angebot haben.

Bei der Erstellung des passenden Content helfen Ihnen Ihre Buyer Personas. Buyer Personas sind halbwegs fiktive Darstellungen Ihrer Zielgruppe. Sie vermitteln Ihnen ein tieferes Verständnis für die Motivationen und Kaufgewohnheiten Ihrer Kund*innen. Indem Sie die Buyer Personas als Grundlage für die Erstellung von Content verwenden, können Sie sicherstellen, dass Ihre Inhalte bei Ihrer Zielgruppe Gehör finden.

Abgesehen von den Buyer Personas sollten Sie auch Ihre Branche im Auge behalten. Im Allgemeinen benötigen B2C-Marken Inhalte, die eher emotional als sachlich sind. B2B-Inhalte hingegen sind eher seriös und detailliert.

Welche Inhalte benötige ich für eine Inbound-Marketing Website?

Nach den obigen Ausführungen fragen Sie sich wahrscheinlich, welchen Content Sie benötigen, um Ihre eigene Inbound-Marketing Website zu erstellen. Nun, zunächst einmal gibt es beim Inbound Marketing keine Standardinhalte. Stattdessen gibt es viele Content-Formen, die für verschiedene Phasen des Verkaufstrichters, des sogenannten Sales Funnel, erstellt werden.

Awareness (die Kund*innen anziehen)

In dieser Phase versuchen die Kundinnen und Kunden wahrscheinlich, Probleme zu lösen oder einen Bedarf zu decken. Um sie zu erreichen, benötigen Sie lehrreiche Inhalte, die für Ihre potenziellen Besucherinnen und Besucher einfach zu konsumieren sind. Das können Blogartikel, Tutorials oder Inhalte für soziale Medien sein. Darüber hinaus können Sie auch sogenannte Premium-Inhalte wie Whitepaper, E-Books und Originalstudien veröffentlichen. Wir betrachten diese Inhalte als Premium-Inhalte, da sie über die Grundlagen hinausgehen und Ihr Fachwissen in der Branche herausstellen. Sie erfordern in der Regel auch mehr Zeit und Engagement, um konsumiert zu werden.

Zu den Marketing-Strategien für die Awareness-Phase gehören Social Selling, Content-Marketing, Blogging, Social-Media-Marketing und Suchmaschinen-Marketing.

Engagement (mit Kund*innen interagieren)

Während es in der Awareness-Phase darum geht, die Verbraucher*innen zu informieren, geht es in der Engagement-Phase darum, Beziehungen zu Ihren Kund*innen aufzubauen und zu pflegen. Hier zeigen Sie ihnen, warum gerade Ihr Angebot die beste Lösung für ihr Problem ist. Mögliche Arten von Content sind hier Produktvergleiche und Fallstudien. Abhängig von Ihren Produkten können Sie auch einen 3D-Konfigurator anbieten. Dabei handelt es sich um ein interaktives Tool, mit dem Besucherinnen und Besucher Ihre Produkte anhand der verfügbaren Konfigurationsoptionen wie Design, Text, Bilder und Texturen individuell gestalten können.

Sie müssen die Verbraucher*innen nicht nur mit Ihrem Angebot überzeugen, sondern ihnen auch die Möglichkeit geben, über die von ihnen bevorzugten Kanäle und Zeiträume mit Ihrem Unternehmen in Kontakt zu treten. Wenn sie beispielsweise Fragen haben, sollten Ihre Kund*innen Ihr Unternehmen über Chatbots in Messaging-Apps oder einen Live-Chat auf Ihrer Website erreichen können.

Conversion und Advocacy (die Kund*innen begeistern)

In dieser Phase geht es darum, Ihren Kund*innen hervorragende und reibungslose Erfahrungen mit Ihrer Marke zu bieten. Übertreffen Sie ihre Erwartungen und bieten Sie ihnen die bestmögliche Unterstützung, um ihre Ziele zu erreichen. Wie in der Engagement-Phase müssen Sie sicherstellen, dass Sie über mehrere Kanäle erreichbar sind, falls Ihre Kund*innen nach dem Kauf Hilfe benötigen. Außerdem können Sie auf Ihrer Website einen Selbstbedienungsbereich einrichten. Dieser sollte Anleitungen zu Ihrem Angebot enthalten.

Um sicherzustellen, dass Sie Ihren Kund*innen die bestmögliche Erfahrung bieten, können Sie auch Kundenumfragen erstellen. Auf diese Weise wissen Sie, welche Aspekte Ihrer Vertriebs- und Marketingstrategie funktionieren. Darüber hinaus können Sie auch Kundenbindungsprogramme erstellen, um Ihre Stammkund*innen zu belohnen. So bauen Sie eine eigene Community auf, mit der Sie sich regelmäßig austauschen können.

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Beitrag von Dr. Alexandra Feigel
Dr. Alexandra Feigel zeichnet für den Bereich New Business verantwortlich. Als Expertin für digitale Markenkommunikation berät sie Kundinnen und Kunden in Erstgesprächen in Bezug auf Konzept und Strategie. Des Weiteren entwickelt sie zusammen mit der Geschäftsführung Kommunikations- und Positionierungsstrategien für die mds.

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