Wie steigere ich die Conversion Rate in meinem Onlineshop?

Wie steigere ich die Conversion Rate in meinem Onlineshop?

Für viele Marketer sind hohe Besucherzahlen das Einzige, was beim Betrieb eines Onlineshops zählt. Doch hoher Traffic ist nicht gleichbedeutend mit Einnahmen. Sie können viele Nutzerinnen und Nutzer auf Ihrer Seite haben, aber das heißt nicht, dass sie Ihre Produkte auch kaufen. Um Ihre Einnahmen zu steigern, sollten Sie sich daher darauf konzentrieren, Ihre Conversion Rate zu verbessern. Die folgenden Tipps sollen Ihnen helfen, Ihren Onlineshop so zu gestalten, dass möglichst viele, die Ihren Shop besuchen, zu zahlenden Kundinnen und Kunden werden. 

1. Wie soll die Startseite aussehen?

Das Internet ist wie eine virtuelle Straße mit Millionen von Unternehmen und Organisationen. Wie ein Schaufenster ist die Startseite Ihrer Website Ihre einzige Chance, potenziellen Kundinnen und Kunden zu zeigen, was Sie zu bieten haben. Ist sie nicht ansprechend oder faszinierend genug, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Besucherinnen und Besucher sie schnell wieder verlassen.

Doch wie sollte eine ideale Startseite genau aussehen?

Ein klares Nutzenversprechen

Wenn neue Besucher*innen auf Ihrer Startseite eintreffen, haben Sie nur wenige Sekunden Zeit, um sie mit ein paar Worten zu überzeugen. Am wirkungsvollsten ist es, wenn Sie gleich zu Beginn der Seite Ihr Leistungsversprechen formulieren – was Sie genau tun und für wen Sie es tun. Dadurch werden die Zweifel Ihrer Besucher*innen sofort beseitigt und sie sehen, dass sie auf der richtigen Seite sind oder dass Sie ihnen bei ihren Problemen helfen können.

Modernes Design

Wenn die Nutzer*innen Ihre Startseite besuchen, sollen sie spüren, dass Ihr Unternehmen sich selbst und seine Kund*innen ernst nimmt. Um dies zu erreichen, können Sie sich nicht nur auf Worte verlassen. Sie müssen mit hochwertigen Bildern und einem modernen Design Emotionen wecken.

Einfache Navigation

Dies ist einer der wichtigsten Aspekte einer großartigen User Experience. Wenn Sie Ihre Homepage so gestalten, dass sie leicht zu bedienen ist, können Besucherinnen und Besucher schnell und einfach finden, wonach sie suchen – sei es ein Blogbeitrag, eine Produktseite oder Ihre Kontaktinformationen. Dadurch wird die Verweildauer auf Ihrer Website verlängert und die Wahrscheinlichkeit einer Conversion erhöht.

Call to Action (CTA)

Das oberste Ziel eines Onlineshops ist es, Artikel zu verkaufen, also Besucherinnen und Besucher in Käuferinnen und Käufer zu verwandeln. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Sie Ihren Besucher*innen helfen.

Alles, was sie für die Conversion benötigen, muss Above the Fold sein (wir werden im nächsten Punkt mehr darüber sprechen), einschließlich des Preises für Ihr Produkt, Ihrer Telefonnummer oder anderer Kontaktmöglichkeiten. Auf diese Weise müssen die Nutzer*innen nicht extra nach unten scrollen, um diese Informationen zu erhalten.

Praxisbeispiel

Schauen Sie sich das Beispiel oben an. Es gibt kein Produkt, kein Angebot, keinen CTA. Dieses Beispiel zeigt, wie man es besser nicht machen sollte.

2. Was bringt das Gestaltungsprinzip Above the Fold?

Wenn es um das Website-Design geht, bezieht sich Above the Fold auf den Bereich, den die Besucher*innen sehen, bevor sie nach unten scrollen. Alle Inhalte unterhalb dieses Bereichs gehören zu Below the Fold.

Das Konzept von Above the Fold reicht bis zu den Anfängen der Druckerpresse zurück. Zeitungen wurden aufgrund ihrer Druckweise auf großen Papierbögen gefaltet, sobald sie in die Kioske kamen. Dies führte dazu, dass nur die obere Hälfte des Papiers für die Passant*innen sichtbar war. Die Zeitungsindustrie hat erkannt, dass sie aufmerksamkeitsstarke Schlagzeilen und Bilder in der oberen Hälfte der Seite präsentieren muss, um ihr Publikum zu gewinnen.

Warum ist Above the Fold wichtig, wenn es um die Optimierung der Conversion Rate geht? Der Inhalt, der Above the Fold erscheint, ist das Erste, was die Nutzer*innen sehen, wenn sie die Seite laden. Aufgrund seiner hohen Sichtbarkeit sollte der Content, den Sie Above The Fold platzieren, die Aufmerksamkeit der Nutzer*innen sofort auf sich ziehen und ihnen einen Grund geben, auf Ihrer Seite zu bleiben.

Welche Inhalte sollten Sie Above the Fold platzieren?

Es gibt keine bestimmten Regeln dafür, welche Inhalte Sie Above the Fold platzieren sollten, um die Conversion Rate in Ihrem Shop zu steigern. Um Ihre Besucherinnen und Besucher zu animieren, empfehlen Expert*innen, ihnen sofort Inhalte anzubieten, die ihre Aufmerksamkeit erregen. Das könnten z. B. sein:

  • Rabattaktionen und exklusive Deals
  • Überzeugende Calls to Action (CTAs)
  • Topseller
  • Ansprechende Bilder
  • Ihr Unique Selling Point
  • Kontaktmöglichkeit

Praxisbeispiel

Der Spirituosenhandel ebrosia zeigt, wie Sie einen leistungsstarken Above-The Fold-Inhalt erstellen. Die Seite verfügt nicht nur über ein attraktives Bannerdesign. Besucher*innen finden sogleich wichtige Informationen wie die Ankündigung einer Rabattaktion, den Preis und einen CTA.

3. Wie sollten Produkte dargestellt werden?

Die Produktseiten sind wahrscheinlich der Ort, an dem potenzielle Kund*innen die meiste Zeit verbringen. Hier werden sie über Ihre Produkte informiert und in Käufer*innen umgewandelt. Eine gute Produktseite besteht aus folgenden Informationen:

  • was das Produkt ist
  • wie es den Kund*innen helfen wird
  • wie man das Produkt verwendet
  • wie viel es kostet (idealerweise hervorgehoben)
  • ob das Produkt verfügbar ist
  • wie lang die Lieferfrist ist
  • welche Zahlungsoptionen verfügbar sind
  • wie andere Kund*innen das Produkt bewertet haben (Bewertungen und Testimonials)
  • FAQ: zur Beantwortung von Fragen im Zusammenhang mit dem Produkt

Pro-Tipp: Sie sollten nie zu viele Vorteile Ihrer Produkte nennen, da sich Menschen meist nur drei bis vier Dinge auf einmal merken. Die Buttons zur Kaufaufforderung wie “In den Warenkorb legen” oder “Jetzt kaufen” sollten gut sichtbar platziert sein. Darüber hinaus können Sie auch andere Funktionen wie „Wird oft zusammen gekauft“ oder „Passendes Zubehör“ hinzufügen. Solche Features verbessern die User Experience und geben Ihnen die Möglichkeit zum Cross- und Upselling Ihrer Produkte.

Praxisbeispiel

Hier ist ein gutes Beispiel für eine gelungene Produktseite. Direkt Above The Fold können Sie bereits die beiden Angebote sehen, die die komplette Produktlinie von my cups zeigen. Darunter finden Sie die Preise, Bewertungen sowie die CTA-Schaltfläche „Jetzt kaufen“. Wenn Sie nach unten scrollen, erhalten Sie die USPs sowie weitere Informationen zu den Angeboten.

4. Wie gestaltet man den Warenkorb am besten?

Warenkorb-Abbrüche sind eines der größten Probleme von E-Commerce-Shops. Laut Drip liegt die durchschnittliche Abbruchquote über alle Branchen hinweg bei 69,57 % und kann bei mobilen Nutzer*innen sogar bis zu 85 % betragen. Sie können Warenkorb-Abbrüche zwar nicht komplett verhindern, aber durch ein gutes Design und einen reibungslosen Ablauf des Bestellvorgangs können Sie dazu beitragen, die Conversion Rate hoch zu halten.

Hier sind einige Funktionen, die Sie unbedingt in Ihr Warenkorb-Design aufnehmen sollten:

  • Produktminiaturbilder: sehr nützlich, wenn der Warenkorb mehr als einen Artikel enthält
  • Einzelheiten zum Produkt
  • Preis (evtl. Streichpreis und aktueller Verkaufspreis)
  • Zahlungsoptionen: sollten deutlich hervorgehoben werden
  • Geschätzte Versand- und Steuergebühren
  • Telefonnummer des Kundendienstes
  • Zusätzliche Angebote wie z. B. eine Push-Nachricht, wenn Kund*innen zwei Produkte in den Einkaufswagen legen: „Wenn Sie drei Produkte in den Warenkorb legen, erhalten Sie ein weiteres Produkt gratis“.
  • Aktiver Trigger: Sie können z. B. das Warenkorbfeld ausgrauen und nur dann eine Farbe setzen, wenn sich etwas darin befindet.
  • Testimonials: Diese erinnern potenzielle Kund*innen daran, warum sie Ihre Produkte kaufen sollten – und steigern so die Conversion Rate.

5. Was ist beim Check-out zu beachten?

Die Optimierung der Kaufabwicklung erhöht Ihre Conversion Rate um 35,62 %. Hier sind einige Tipps, wie Sie dies erreichen können:

  • Aktivieren Sie die Gastanmeldung: Erzwingen Sie niemals die Erstellung eines Kontos oder die Registrierung von Benutzer*innen während des Bezahlvorgangs. Dies stellt ein direktes Hindernis für die Zahlung dar, verlangsamt den Bestellvorgang und führt möglicherweise zu einem Kaufabbruch.
  • Bieten Sie sichere Zahlungsoptionen an: Kund*innen sind misstrauisch, wenn es darum geht, persönliche Daten online einzugeben, insbesondere finanzielle Details. Wenn Sie Ihren Kund*innen einen sicheren Bezahlvorgang anbieten, schaffen Sie Vertrauen in Ihren Service insgesamt.
  • Entfernen Sie unnötige Felder in Ihren Formularen: Kund*innen füllen ungern lange Formulare aus. Daher sollten Sie diese so kurz wie möglich halten und sowohl optionale als auch erforderliche Felder markieren. Um Interessent*innen das Ausfüllen des Formulars zu erleichtern, geben Sie Beschreibungen und Eingabebeispiele an. Dies gilt vornehmlich für numerische Eingaben wie Geburtsdaten.
  • Lassen Sie Kund*innen ihre Bestellungen bearbeiten: Sehr oft möchten Kund*innen direkt auf der Check-out-Seite Änderungen vornehmen – die Kleidergröße ändern, die Lieferadresse aktualisieren oder die Anzahl der bestellten Artikel anpassen. Es ist daher wichtig, ihnen diese Möglichkeit zu bieten, denn der Weg zurück zum Shop kann frustrierend sein.
  • Empfehlen Sie andere Artikel: Sie können auch die Funktion „Das könnte Ihnen auch gefallen“ in Ihre Kasse einbauen, um Trendartikel und/oder verwandte Produkte zu empfehlen. So werden die Benutzer*innen ermutigt, weitere Artikel in den Warenkorb zu legen.

Fazit – Warenkorbabbrüche verhindern und Conversion Rate steigern

Kurz gesagt: Ohne Conversions ist Ihr Onlineshop praktisch nichts wert. Um Ihre Website dafür zu optimieren, gibt es fünf Hauptaspekte, auf die Sie sich konzentrieren sollten: die Startseite, Above The Fold, die Produktseite, den Warenkorb und den Check-out. Die Optimierung dieser Bereiche wird nicht nur die User Experience verbessern, sondern auch Warenkorbabbrüche verhindern. Letztendlich führt dies einer Steigerung der Conversion Rate und damit zu mehr Umsatz.

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Beitrag von Philip Wiemer
Philip Wiemer führt die mds. Agenturgruppe in die digitale Zukunft. Er betreut Kunden bei allen strategischen und operativen Themen der digitalen Transformation.

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