<img height="1" width="1" style="display:none;" alt="" src="https://dc.ads.linkedin.com/collect/?pid=52256&amp;fmt=gif">
Was-ist-Content.jpg

Was ist Content?

Content, besonders in Verbindung mit Marketing, ist nach wie vor ein Buzzword. Wie bei Buzzwords üblich – wir erinnern uns an die berechtigte Frage „Was ist denn nun Web 2.0?!“ –, weiß keiner genau, wer oder was dieser Content ist. Oft wird Content als „Inhalt einer Website“ übersetzt – also als Gesamtheit von Texten, Bildern, Videos und Audiodateien auf einer Website. Aber was genau macht Content aus?

Markus Anding und Thomas Hess haben sich schon 2003 an der LMU München an eine Content-Definition gewagt und Information und Content erkenntnistheoretisch und ökonomisch voneinander abgegrenzt. Content ist aus ökonomischer Perspektive ein kommerziell verwertbares und urheberrechtlich schützbares Gut, das durch eine individuelle, redaktionelle Ausgestaltung öffentlicher und kostenfreier Informationen entstanden ist. Mittels interaktiver Elemente, z. B. durch Uploads oder Markierungen, können sich Nutzer an der Content-Erstellung beteiligen. Einige Plattformen wie TripAdvisor, YouTube oder Instagram setzen sogar vollständig auf sogenannten user-generated Content (UGC) und verzichten auf eine Redaktion, die sich um die Zusammenstellung von Texten, Bildern usw. kümmert.

Wer Content sagt, muss auch SEO sagen

Wer sich mit Content beschäftigt, kommt an Suchmaschinenoptimierung (SEO) nicht vorbei. Die Anforderungen an SEO verändern sich dabei kontinuierlich und ähneln einem Katz-und-Maus-Spiel. In Deutschland hat Google quasi das Suchmaschinenmonopol und verlangt „für den Nutzer relevanten“ Content für ein gutes Ranking der jeweiligen Seite, während Websitebetreiber die von SEO-Experten ermittelten Kriterien für „relevanten“ Content natürlich möglichst kostengünstig erfüllen wollen. In den ersten Google-Jahren waren Keywords das A und O. Seiten ohne Mehrwert für den Leser, dafür aber mit zweifelhaften Geschäftsinteressen wurden mit Keywords druckbetankt. Bald ergänzte Google die Qualitätskriterien um das Zauberwort „Backlinks“, woraufhin zahllose Agenturen damit beschäftigt waren, die Websites ihrer Kunden an den unmöglichsten Orten zu verlinken, d. h. Foren ohne jeglichen thematischen Bezug mit Fake-Beiträgen und den darin platzierten Links zu fluten. Als dank leicht zu bedienender Content-Management-Systeme wie Wordpress das Bloggen aufkam und als „authentische Äußerung“ galt, bliesen die Agenturen sogleich Blog-Karteileichen mit lieblos dahingeschriebenen Texten ins Netz, deren einzige Daseinsberechtigung die Verlinkung der Kundenwebsite von einer Fremd-Domain war.

„Veränderung ist das Wesen aller Dinge“ – erst recht bei SEO und Content

Seit dem Panda Update im Jahr 2011 bewertet Google Websites verstärkt nach ihren individuellen Inhalten – Text-Content musste spätestens jetzt „unique, also einzigartig sein. Bis dahin hatten viele Betreiber ihre Texte jahrelang einfach stumpf zusammenkopiert. Ist seitdem alles gut im Content-Land? Es ist zumindest immer wieder anders: Google betont ständig, man solle keine Inhalte „für Google“, sondern „für den Nutzer“ erstellen. Aber mit Nutzerorientierung haben heutige Ärgernisse wie Click-Baiting oder seichte Inhalte nichts zu tun. Google verfeinert deshalb den Algorithmus immer weiter, z. B. mit dem bei t3n ausführlich beschriebenen Gibberish Score, um billig produzierten, redundanten und SEO-zentrierten Content ohne Mehrwert für den Nutzer zu identifizieren und auszusortieren.

Was ist Content? Auf jeden Fall mehr als dieses Wortwölkchen.

Und was ist jetzt „relevanter Content“?

Die nachhaltigste Definition für relevanten Content muss wohl lauten:

Content ist, wenn sich jemand Gedanken macht, wie er Informationen für Nutzer optimal aufbereitet und dafür mehr Zeit aufwendet als für das Abarbeiten der SEO-Checkliste.

Relevanter Content kombiniert sinnhaft und nutzerorientiert Elemente wie:

  • Fließtext
  • Listen für Aufzählungen
  • Tabellen für die übersichtliche Darstellung von Zahlenkolonnen
  • Fotos/Grafiken/Diagramme mit hilfreichen Bildunterschriften
  • E-Books, White Papers usw.
  • themenrelevante Videos und Audiodateien
  • hilfreiche Links zu weiterführenden Artikeln usw.
  • Textfettungen von Schlüsselwörtern (nicht Suchbegriffen!) für leichtere Bildschirmlektüre
  • Kommentare, solange sie nicht von Trollen gekapert werden
  • interaktive, themenbezogene Anwendungen wie Umrechner, Tests usw.
  • regelmäßige Aktualisierungen

Wie Sie mit hilfreichem Content Kunden gewinnen, lesen Sie in unserem Inbound-Marketing-Grundgesetz.

 Bei relevantem Content handelt es sich nicht (zumindest nicht langfristig) um:

  • „auf Länge“ geschriebene Texte, bei denen mehr Zeit auf Keyword-Einbindung und „Wörter schinden“ verwendet wurde als für Recherche, Schreiben und Layout zusammen
  • auf Teufel komm raus platzierte Backlinks
  • schlecht übersetzte oder umgeschriebene Texte anderer Websites
  • reißerisch betitelte Seiten, die nicht halten, was sie versprechen
  • vom Praktikanten in 30 Minuten zusammengeklickte Listicles
  • den 30. Test nach dem Schema „Welcher Game-of-Thrones-Charakter bist du?“

Fazit

Content ist also nicht nur der Inhalt einer Website, er ist vielmehr das komplexe Zusammenspiel von Annahmen über Customer Journey, Ressourcen zur Content-Erstellung, möglichen Content-Formaten sowie der konstanten Anpassung an neue Entwicklungen.

Content ist nicht gleich Content. Wir helfen Ihnen, Kampagnen auf die Beine zu stellen, die zu Ihnen passen. Erfahren Sie alles darüber, wie wir Ihnen mit Inbound-Marketing helfen können.

Neuer Call-to-Action (CTA)

Blogbeitrag von Elke Lichtmann

Elke Lichtmann schreibt für die Berliner Onlineredaktion der mds zu operativen Themen der Produktkommunikation.
Alle Artikel von Elke Lichtmann ansehen

Suche

Newsletter

Inbound Marketing Guide

Facebook Marketing

 

Lassen Sie sich jetzt beraten und entdecken Sie Ihr Potenzial im Onlinemarketing!