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Uber, Virtual Reality und das Flugtaxi

veröffentlicht von Patrick Scherfeld | 31.5.2018

Uber will bis 2023 erste Flüge mit seinem Flugtaxi anbieten und wirbt mit einer eigenen Konferenz für Unterstützer. Funktionsfähige Prototypen gibt es noch nicht. Dafür soll Virtual Reality die Vision von urbaner Mobilität greifbar machen.

Kaum ein Unternehmen aus dem Silicon Valley ist innovativer und gleichzeitig umstrittener als Uber. Der Onlinevermittlungsdienst von Taxifahrten stößt auf der ganzen Welt an die Grenzen staatlicher Regulierungen und mischt die Taxibranche ordentlich auf.

Nach all den Problemen auf den Straßen will sich Uber nun über die Dächer internationaler Großstädte wie Los Angeles, Dallas und Dubai erheben und dort Kurzstreckenflüge per Flugtaxi anbieten.

Ja, genau das Flugtaxi, für das Dorothee Bär (hier Bärs Twitter-Account) kurz nach ihrem Amtsantritt als erste Staatsministerin für Digitales in den sozialen Medien durch den Kakao gezogen wurde.

Dabei ist die Idee, Menschen in elektrischen Hubschrauberdrohnen durch den urbanen Luftraum statt durch dicht gepackte Straßen zu schicken, keine Zukunftsmusik mehr.

Neben mehreren deutschen Start-ups arbeiten auch internationale Unternehmen wie Audi, Airbus und Siemens an eigenen Varianten der Personenbeförderung per Flugtaxi.

Aber diese Zukunft ist nicht leicht zu vermitteln – besonders wenn man sie wie Dorothee Bär in einem TV-Interview zu einem eigentlich ganz anderen Thema en passant verkündet. Uber ist da etwas schlauer vorgegangen:

Zukunft ohne Produkt?

Um sich als Innovationstreiber für urbane Mobilität on demand darzustellen, hat Uber eine Konferenz ins Leben gerufen, auf der Mitstreiter und Unterstützer aus allen relevanten Branchen für die Vision gefunden werden sollten: den Elevate Summit.

Die große Herausforderung dabei? Es gibt noch keinen fliegenden Prototyp des sogenannten VTOL („Vertical Take-Off and Landing“, ausgesprochen: Wi-Tol). Erste Demonstrationsflüge des Viersitzers sind erst für 2020 angekündigt.

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Ein nicht flugfähiger Prototyp eines Flugtaxis, Bild: ©Bell Helicopters

Aber wie kann man ein Produkt oder eine Dienstleistung, die es noch gar nicht gibt, am besten präsentieren und vermarkten?

Die Vision muss gut verpackt sein

Um die Vision zum Leben zu erwecken, hat die Firma Bell eine Virtual-Reality-Anwendung produziert und bereits vor Ubers Elevate Summit auf der CES in Las Vegas und der SXSW in Austin vorgestellt.

Der Werbefilm des Herstellers von zivilen und militärischen Helikoptern zeigt Ausschnitte eines virtuellen Fluges, kombiniert mit einem klaren Nutzenversprechen: schnell und bequem per App zu Zielen innerhalb der Stadt oder in den Vororten zu fliegen. Als Zielgruppe werden Vielflieger, Geschäftsreisende und Konsumenten auf der Suche nach besonderen Erlebnissen anvisiert.

Der Messeauftritt von Bell ist so konzipiert, dass Besucher das Erlebnis so realistisch wie möglich nachvollziehen können. Zuerst checken sie über ein Tablet ein und betreten einen kleinen Raum, der eine Fahrstuhlfahrt zum Start- und Landeplatz auf dem Dach eines Hauses simuliert. Dann nehmen sie in einem nicht flugfähigen Prototyp Platz, bekommen ein VR-Headset (eine HTC Vive Pro) aufgesetzt, und schon sind sie mittendrin im Flug über die Dächer einer amerikanischen Großstadt.

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Bild: ©Bell Helicopters

Die Idee dahinter sei, Messebesuchern eine Erfahrung zu bieten, die so realistisch wie möglich zeige, wie diese neue Art der urbanen Mobilität zu einem Teil unseres Alltags werden könne, so Michael Thacker, Vizepräsident für Technologie und Innovation bei Bell.

Virtual Reality für Messen

Bell und andere Unternehmen wie Liebherr, Grundig und Asko haben erkannt, welche Vorteile das Medium VR auf Messen bringt, um neue Produkte und Zukunftsvisionen greifbar zu machen:

  • Der Wow-Effekt

VR-Brillen fallen auf. Junge wie ältere Menschen stehen Schlange, um die neue Technologie selbst auszuprobieren.

  • Hoher Erinnerungswert

Gute Virtual-Reality-Anwendungen erzählen eine spannende Geschichte und fordern Nutzer zum Interagieren auf – ein intensives Erlebnis, das im Kopf bleibt.

  • Werbekanal ohne Übersättigungserfahrung

Durch das intensive Eintauchen in die virtuelle Welt können Informationen besser vermittelt werden als über Kanäle, die bereits mit Werbung übersättigt sind.

Positio­nie­rung als Vor­rei­ter der Digi­tali­sie­rung

VR-Anwendungen werden von Messebesuchern als innovativ und neu wahrgenommen, was sich auch auf die Wahrnehmung der Marke des Unternehmens überträgt, das Virtual-Reality-Erfahrungen anbietet.

Wieder­verwend­bar­keit

Eine VR-Anwendung kann wie beim Beispiel Bell:

Fazit

Der Uber Elevation Summit ist ein gutes Beispiel dafür, wie mithilfe von VR glaubhaft für Produkte oder Dienstleistungen geworben werden kann, die noch in der Entwicklungsphase sind. So entstand mehrfach wiederverwendbarer Content, der überall dort gezeigt werden kann, wo es um das Innovationsthema urbane Mobilität und Digitalisierung geht.

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Thema: Virtual Reality

Blogbeitrag von Patrick Scherfeld

Patrick Scherfeld ist Redakteur bei der mds. Agenturgruppe. Er schreibt in Berlin zu strategischen und operativen Themen der Produkt- und Vertriebskommunikation.

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