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Blog für Vi­sua­li­sie­rung­en

Alles über Be­bil­der­ung in der Un­ter­neh­mens- und Pro­dukt­kom­mu­ni­ka­tion

3D-Produktvisualisierung: Mit CGI Produkte erfolgreich vermarkten

veröffentlicht von Michael Brodschelm | 25.5.2018

Aus der Produkt­kommunikation ist Computer Generated Imagery (CGI) nicht mehr wegzudenken. Welche Vorteile die Produkt­visualisierung in 3D auch für Ihr Unternehmen haben kann, lesen Sie hier.

 

Digitale Produkt­bebilderung statt Fotografie

Auch wenn so mancher Leser das vielleicht noch denkt: Schon längst werden viele Produkte für Webshops, Broschüren und Kataloge nicht mehr mit einer Kamera fotografiert, sondern am Rechner generiert.

Das 3D-Rendering hat seinen festen Platz in der Produkt­bebilderung gefunden. Mit CGI lassen sich Produkte nicht nur günstig und schnell inszenieren, sondern auch hochwertig: Foto­realistische Produkt­visualisierungen werden daher zu einem immer wichtigeren Bestandteil vieler Marketing­strategien. Vielleicht auch bald Ihrer?

 

Was ist CGI und was macht sie im Marketing?

Computer Generated Imagery ist eine Methode, mit der Bilder am Computer in 3D erzeugt werden. Sehr vereinfacht gesagt, wird aus einem 3D-Modell (einem dreidimensionalen Drahtgittermodell) ein zwei­dimensionales Produktbild gerendert, das sich dann gezielt zum Beispiel in den Webshop ausleiten oder im Katalog abdrucken lässt. 

Zudem können findige Marketing­abteilungen die 3D-Assets in Videos, Video-Mappings, Virtual-Reality-Anwendungen oder Produkt­konfiguratoren wiederverwenden. Diese Wieder­verwendbarkeit macht 3D-Produkt­visualisierungen zu einem echten Mehrzweck­werkzeug für Werbe­treibende. Hat man sie einmal erstellt, bleiben die Zusatzkosten durch die Wieder­verwendung der Daten in einem überschaubaren Rahmen – ein immenser (und nachhaltiger) Vorteil.

 

CGI-Produkt­visualisierungen – the Sky is the Limit

Gab es vor ein paar Jahren noch Limitierungen beim Rendering aufgrund der benötigten Rechenleistung und -zeit, ist durch die immer schnellere technische Entwicklung der Aufwand heutezutage sehr gut zu bewältigen. Die heutigen Prozessoren und Grafikkarten sind einfach schneller, foto­realistische Darstellungen entsprechend problemlos realisierbar. Der Rest ist im Marketing eine Frage der Fantasie – eine zielführende Methodik, wie sie beispielsweise der systematische Aufbau einer 3D-Bibliothek darstellt, schadet aber natürlich nicht.

 

CAD-Daten als Ausgangs­material

Foto­realistische Produktbilder können unter anderem auf sogenannten CAD-Daten (Computer Aided Design) aufbauen. Diese Daten entstehen bereits beim Produktdesign oder in der Konstruktion. Die durch CAD-Systeme generierten Daten können zeitnah für Produkt­visualisierungen verwendet werden. 

 

Liebherr hat sein Fotostudio abgeschafft und ist auf CGI-Bilder umgestiegen. Was sind die Gründe für diesen Schritt und wie ist der Übergang gelungen? Lesen Sie jetzt die Case Study – hier klicken und PDF herunterladen.

 

Für die visuelle Realisation von Produkt­abbildungen wird somit kein Prototyp mehr benötigt. Das bedeutet für das Marketing eine enorme Zeitersparnis. Artikel, die physisch noch nicht existieren, können am PC trotzdem vorab visualisiert werden. Das ermöglicht das Fertigen von Werbemitteln bereits vor der Serienfertigung eines Produkts.

 

Welche Vorteile hat digitale Produkt­visualisierung?

Mit CGI werden rein digital realitäts­getreue Produkt- und Milieubilder erstellt. Die Grenzen zur klassischen Fotografie verschwimmen. Dabei bringt die Erstellung von 3D-Produktbildern eine Reihe von Vorteilen mit sich.

 

Kein Fotograf, kein Studio, keine Location

Um Produkte fotografieren zu können, wird zunächst ein Fotostudio oder eine geeignete (und das heißt meist teure) Location sowie ein Fotograf samt Gefolge benötigt. Die Artikel, die vermarktet werden sollen, müssen zugestellt, ausgepackt, eventuell aufgebaut, platziert, fotografiert und wieder eingepackt und zurückgeschickt werden. Nach dem Fotoshooting sind zahlreiche Bearbeitungs­schritte nötig, bis das Bild perfekt ist. Das klingt alles nicht nur nach viel Zeitaufwand, Geldausgaben und körperlicher Anstrengung – das ist es auch.

 

Produktbilder ohne logistischen Aufwand

Wer CGI für die Produkt­kommunikation nutzt, muss Gegenstände und Dekorationen nicht mehr händisch transportieren und positionieren. Diese werden lediglich am Bildschirm nach Belieben verschoben und geändert. Produktmerkmale wie Farben, Formen, Größe und Lichtverhältnisse können am Computer leicht variiert werden, bis das Ergebnis optimal ist. 

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Bäumchen, wechsle dich: Mit CGI sind Produktvarianten einfach zu visualisieren

 

Zielgruppenspezifische Visualisierungen

CGI ist zudem eine gute Methode, um die Visualisierung eines Produkts verschiedenen Zielgruppen anzupassen. Um unterschiedliche Milieus für Produkte zu schaffen, müssen dazu allerdings keine Sets an verschiedenen Orten mehr auf- und abgebaut werden. Digital kann man ein und denselben Artikel vor verschiedene Umgebungen setzen.

Zum Beispiel kann ein Auto für den urbanen Stadtmenschen vor eine Hochhauskulisse und für den Naturliebhaber in eine Berglandschaft eingefügt werden. Das Fahrzeug stand dabei in Wirklichkeit nicht einmal in der Nähe beider Umgebungen.

Sollen Produkte in mehreren Ländern angeboten werden, müssen eventuell kulturelle Unterschiede Beachtung finden. Um die Bilder verschiedenen Zielgruppen anzupassen, haben wir für den Kühl­geräte­hersteller Liebherr neben den Kühlschränken auch Lebensmittel digital erzeugt: So können die Kühlschränke je nach Zielland mit typischen Speisen bestückt werden.

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Lebensmittel-Visualisierungen der mds

Natürlich bedeutet auch Produkt­visualisierung Arbeit, doch der Aufwand ist in den meisten Szenarien wesentlich geringer als mit klassischer Produktfotografie.

 

Für wen lohnt sich CGI?

Die Anwendung von 3D-Produkt­abbildungen ist sinnvoll, wenn eine sehr große Anzahl von Artikeln bebildert werden muss. Zum Beispiel muss nicht jede Schraube einzeln von allen Seiten abfotografiert werden, sondern kann mit CGI am PC entstehen.

 

Große und komplexe Produkte

In allen Branchen, bei denen Produkte oder Prototypen nicht „mal eben“ hergestellt werden können (zum Beispiel Automotive, Maschinenbau, Möbel etc.), bietet es sich an, CGI auf Basis der CAD-Daten anzugehen. Gibt es noch keinen Prototypen, müssen Sie dennoch mit der Medienproduktion Ihrer Werbemittel nicht warten. Sie können bereits starten, wenn sich das Muster noch auf dem Band befindet.

 

Architektur­visualisierungen

Aus der Architektur ist CGI nicht mehr wegzudenken. Gebäude und Räume werden schon lange nicht mehr bloß auf dem Papier konstruiert. Bauherren ermöglicht das sogenannte BIM (Building Information Modeling), Fehlkonstruktionen bereits vor dem Bau zu erkennen und dagegenzusteuern. Diese Modelle lassen sich natürlich auch für die Vermarktung nutzen – eine Virtual-Reality-Wohnungs­besichtigung wäre doch ein interessantes Konzept!

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Visualisierung von Gebäuden

 

Die Zukunft der Produkt­visualisierung

Die Technologie der digitalen Bilderzeugung wird stetig verbessert. 3D-Visualisierungen werden immer realistischer und die Darstellung der Produkte in verschiedenen Umgebungen immer überzeugender. Wenn man die Visualisierungen strategisch angeht, wird sich in vielen Unternehmen der Anteil von CGI-Abbildungen drastisch erhöhen, so wie dies in den letzten Jahren etwa bei Ikea der Fall war.

Der marketing­technische Clou daran: Weder die physische Existenz der Produkte noch der Location ist dafür notwendig. Mit CGI bieten sich unzählige Möglichkeiten, Produkte in Szene zu setzen und das Verständnis Ihrer Interessenten für das Produkt zu verbessern. Das einzige, was Ihnen dabei Grenzen setzen könnte, ist Ihre eigene Vorstellungskraft. 

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Thema: 3D-Rendering & CGI

Blogbeitrag von Michael Brodschelm

Michael Brodschelm ist gelernter Lithograf. Seinen Beruf erlernte er in einer Zeit, als Lithografie noch nicht computergestützt war, sondern manuelle Handwerkskunst. Er ist Gründer und Inhaber der mds. Agenturgruppe und Experte für Innovationen in Print und Digital.

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