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Blog für Vi­sua­li­sie­rung­en

Alles über Be­bil­der­ung in der Un­ter­neh­mens- und Pro­dukt­kom­mu­ni­ka­tion

Was kostet Computer Generated Imagery?

veröffentlicht von Michael Brodschelm | 22.5.2018

Bei der Produkt­bebilderung gibt es zwischen CGI (Computer Generated Imagery) und herkömmlicher Fotografie kaum noch spürbare Qualitäts­unterschiede. Aber wie sieht es mit den Kosten aus?

 

Bei der Produkt­bebilderung setzen immer mehr Unternehmen auf CGI: Denn am Rechner generierte 3D-Renderings lassen sich enorm vielseitig einsetzen und machen Fotoshootings mit teuren Locations und Fotografen überflüssig.

 

Kosten CGI-Produktbilder generell weniger?

Sind also 3D-Produkt­abbildungen generell die günstigere Form der Produkt­visualisierung? So pauschal lässt sich das natürlich nicht sagen. Denn wie viel Marketing­budget von der Produkt­bebilderung verschlungen wird, hängt von vielen Faktoren ab: Wenn Sie etwa viele relativ kleine Produkte, wie Brillen oder Schrauben, bebildern möchten, hiervon aber zahlreiche Varianten, kann es gegebenenfalls günstiger sein, diese abzu­fotografieren.

 

Wann Produkt­fotografie günstiger ist

Warum ist das so? Schlicht und einfach, weil sich der Aufwand in Grenzen hält: Man kann sich im Unternehmen ein kleines Fotostudio einrichten, ein Bildkonzept definieren und die Produkte im Akkord hintereinander ab­foto­grafieren. In der Post-Production wird dann noch letzte Hand an die Bilder gelegt, und voilà – fertig ist eine ganze Latte einheitlicher Produktfotos.

 

Wann CGI günstiger ist

Nicht immer eignet sich aber die Studio­fotografie für die Produkt­bebilderung am besten. Hier einige Faktoren, die zugunsten von CGI sprechen.

 

Die Produkte sind sehr groß

CGI kann sich anbieten, wenn Produkte groß, schwer und/oder komplex aufgebaut sind. Will man etwa eine Planierraupe abbilden, kann man das tonnenschwere Gerät nur schlecht ins Fotostudio rollen und auf einem Drehteller platzieren.

CGI Produktbild Planierraupe
Kriegt man nicht leicht ins Fotostudio: Eine solche Planierraupe wiegt etwa 50 Tonnen

 

Für eine Bebilderung werden dann Außentermine mit dem Fotografen fällig, welche wetterabhängig und generell auf die passende Lichtgebung etc. angewiesen sind. Unter diesen Umständen ist eine Abbildung per CGI wahrscheinlich kostengünstiger – und flexibler. Mehr hierzu finden Sie im Abschnitt „Mehrfachnutzen“.

 

Die Produkte sind erklärungsbedürftig

Bleiben wir bei dem Beispiel mit der Planierraupe. Nehmen wir an, Sie möchten deren mechanisches Innenleben veranschaulichen. Aus ganz praktischen Gründen ist es nicht gerade unkompliziert, ein Schnittmuster von einer solchen (oder auch jeder anderen Maschine) anzufertigen. Mit CGI ist das aber gar nicht mehr nötig: Denn CGI erlaubt „Röntgen­aufnahmen“, mit denen Produkte visuell durchdrungen werden können.

Video-Mapping im Messeeinsatz
 Röntgenblick bei einem Video-Mapping im Messeeinsatz

 

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CGI-Röntgenblick in einen Wohnwagen

 

Erklärungs­bedürftige Produkte können auf diese Weise spielend erläutert werden. Aufbau und komplizierte Funktions­weisen erklären sich – besonders in in bewegten – CGI-Bildern fast wie von selbst. Angenehmer Nebeneffekt: Das Bildmaterial lässt sich auch für Detailbilder, Animationen und Videos einsetzen.

 

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Produktdetail auf CGI-Basis

 

 

Es liegen bereits CAD-Daten vor

Liegen in der Produkt­entwicklung eines Unternehmens sogenannte CAD-Daten vor, ist dies ein triftiger Grund für eine engere Zusammenarbeit mit der Marketing­abteilung. Die beim technischen Zeichnen im Produktdesign und in der Fertigung eingesetzten CAD-Daten bilden nämlich eine hervorragende Grundlage für die unkomplizierte Erstellung von CGI-Produkt­bebilderungen. Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel „Wie wertvoll CAD-Daten im Marketing sein können“.

CGI-Produktbilder
Zwischenstufe einer CGI-Produktbebilderung

 

Initiale Kosten für CGI-Produkt­abbildungen

Initial sind bei CGI teilweise höhere Investitionen erforderlich, als dies bei einer Produkt­bebilderung mit Studio­fotografie der Fall wäre. CGI erfordert einen gewissen Initialaufwand, weil beispielsweise zunächst alle benötigten Texturen definiert werden müssen. Mit dem Aufbau von Datenbanken und Systematiken relativieren sich diese Kosten allerdings schnell.

 

Was CGI-Bilder kosten, hängt unter anderem von der Anzahl der benötigten Varianten ab – sei es durch unterschiedliche Texturen und Designs, sei es durch verschiedene Größen und Farben. Die Kosten pro Bild sinken, wenn viele Oberflächen wiederverwendbar sind. Haben Sie beispielsweise einen Schuh mit sechs verschiedenfarbigen Teilen zu bebildern, ergeben sich insgesamt 720 mögliche Kombinationen. Will man diese mit CGI darstellen, ist der Aufwand einigermaßen überschaubar. Das Anliefern, Auspacken, Platzieren, Ausleuchten und Zurückverpacken von 720 Paar Schuhen für das Anfertigen einheitlicher Produktfotos ist hingegen ein logistischer Albtraum.

 

Weitere Kostenfaktoren können sein, dass etwa 360°-Aufnahmen gewünscht sind oder dass das Produkt in einem bestimmten Ambiente gezeigt werden soll.

 

Generell lassen sich die Kosten für CGI mit denen der Fotografie ganz grob gleichsetzen. Sie möchten eine konkretere Einschätzung? Nutzen Sie unseren CGI-Preisrechner.

 

Mehrfachnutzen von 3D-Assets

Wenn die Kosten sich nicht groß unterscheiden, was spricht dann eigentlich für CGI? Warum sollten Sie nicht einfach wie gewohnt Ihren Fotografen weiter beauftragen?

 

Ganz einfach: Die mit CGI erzeugten 3D-Assets sind wahre Allround­talente.

 

Bei CGI-Bildern lassen sich Lichtgebung, Schattenwürfe und Perspektive nahezu beliebig anpassen. Flexibler geht’s nicht mehr. Auch das Abbilden verschiedener Farb­varianten und Oberflächen ist unkompliziert. So wird zum Beispiel aus dem Fichtenschrank ganz schnell ein Buchenschrank, wenn man die entsprechende Textur austauscht.

 

CGI-Bebilderung: Aufwand, der sich mehrfach rentieren kann

Aber das ist noch nicht alles. Die erstellten Assets lassen sich für viele weitere Formate und Medien nutzbar machen. So können sie etwa bei Video-Mappings, Produkt- und Imagefilmen, Virtual-Reality-Anwendungen, Digital Signage, Webshops, Animationen und Videos verwendet werden.

 Wer auf CGI umsteigt, muss für unterschiedliche Produkt­präsentationen also nicht immer wieder für neues Material sorgen wie bei der Fotografie oder Filmproduktion. Die bereits vorhandenen Assets können jederzeit eingesetzt werden. Mit CGI lässt sich so in der Produkt­kommunikation als Ganzes langfristig jede Menge Aufwand einsparen.

 

Digitali­sierung der Produkt­bebilderung

Die Digitali­sierung ist in vollem Gange und macht auch vor der Produkt­bebilderung nicht halt. Die Umstellung von Fotografie auf CGI erfolgt dabei am besten nicht mit einem „Big Bang“, sondern Schritt für Schritt – mit einem überschaubaren „Testballon“, etwa einem Teil­portfolio. Eine solch iterative Herangehens­weise holt betroffene Mitarbeiter in der Regel besser ab und baut weniger Ängste auf – ähnlich wie bei einer Softwareeinführung.

 

Langfristiges Kosten-Nutzen-Verhältnis mit CGI

Sind die nötigen Prozesse erst einmal getestet und für gut befunden, lässt sich die Visuali­sierungs­strategie eines Unternehmens zukunftssicher auf CGI ausrichten. Besonders, wenn von vornherein Bildarchive und Bibliotheken aufgebaut werden: Der sukzessive Ausbau von 3D-Bibliotheken bringt die Produkt­kommunikation eines Unternehmens dauerhaft auf ein neues Level (lesen Sie dazu auch unseren Artikel über CGI im Ikea-Katalog). Der konsequenten Reduzierung des Fotoanteils steht dann eigentlich nichts mehr im Wege.

 

Die Kosten von CGI – Fazit

Budgetär überzeugen CGI-Produkt­abbildungen besonders durch ihre Flexibilität. Sie lassen sich nicht nur unkompliziert anpassen, sondern bieten auch den Vorteil, für verschiedene Medien gleichermaßen verwendbar zu sein. So lassen sich Kunden mit immer neuen Produkt­präsentationen (VR, Video-Mapping etc.) beeindrucken. Wächst mit der Zeit der Bestand an systematisch angelegten Assets, begünstigt dies dauerhaft Kosten­einsparungen im Marketing. CGI schlägt also zwei Fliegen mit einer Klappe.

 

CGI-Preisrechner 

Thema: 3D-Rendering & CGI, Produktfotografie

Blogbeitrag von Michael Brodschelm

Michael Brodschelm ist gelernter Lithograf. Seinen Beruf erlernte er in einer Zeit, als Lithografie noch nicht computergestützt war, sondern manuelle Handwerkskunst. Er ist Gründer und Inhaber der mds. Agenturgruppe und Experte für Innovationen in Print und Digital.

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