Die neue Zwiesel Glas Datenzentrale

Unternehmensgeschichte


1872 von Anton Müller im bayerischen Zwiesel gegründet, ist das Unternehmen Zwiesel Glas heute einer der führenden internationalen Glasspezialisten. Die Unternehmensphilosophie ist geprägt durch die Wertschätzung der Tradition und langjährigen Erfahrung der Mitarbeiter, die mit innovativer Technik verbunden wird, um Glaskunst auf höchstem Niveau zu schaffen. Dieser Innovationsdrang führte jetzt auch zur Einführung eines PIM-Systems für die Artikelpflege und -verwaltung.
 

Business Anforderungen

Zwiesel Glas stellt eine Vielzahl unterschiedlicher Gläser her – für Wein, Bier, Sekt etc. –, aber auch Tassen, Karaffen oder Vasen. Um dieses umfangreiche Produktsortiment mit all seinen damit zusammenhängenden Daten sauber und effizient zu verwalten und nutzbar zu machen, wurde die mds mit der Einführung eines PIM-Systems beauftragt. Dieses sollte folgende Aufgaben erfüllen:

  • Sicherstellung der inhaltlichen Konsistenz und hohen Qualität der bereitgestellten Artikeldaten durch einen „Single Point of Truth“
  • Vereinfachung der Datenpflege mit einem nutzerfreundlichen Backend 
  • Möglichkeit zur Anreicherung von ERP-Artikeldaten aus dem bestehenden SAP von Zwiesel Glas
  • Anbindung des PIM-Systems an Shopware im Rahmen des Shop-Relaunches

Pimcore-Lösung

Nach einem gemeinsamen Workshop mit allen Stakeholdern haben wir in einem ersten Schritt ein Omnichannel-fähiges Datenmodell für die Pflege von Informationen „about and around the product“ erstellt. Als technische Basis des Projekts haben wir uns für Pimcore entschieden, weil es aufgrund seiner Leistungsstärke, Flexibilität und intuitiven Bedienung hervorragend zu den hohen technologischen Ansprüchen von Zwiesel Glas passt.

Unsere Lösung zeichnet sich durch 4 Kernvorteile aus:

  1. Reibungsloser Import von ERP-Daten und Assets
  2. Intelligente, mehrstufige Rabattberechnung
  3. Anbindung an Shopware unter Beibehaltung der Datenhierarchie
  4. Automatisierte kanalspezifische Ausgabehierarchien

1. Reibungsloser Import von ERP-Daten und Assets

Der SAP-Importprozess für ERP-Daten, den wir implementiert haben, überführt die in einer einfachen Excel-Datei vorgehaltenen Produktdaten täglich in eine Mehrmarken-Sortimentshierarchie im PIM.

Assets können über einen Hotfolder oder per Upload ins PIM eingefügt werden. Die Zuordnung von Assets zu Produkten und Serien erfolgt automatisch via Name-Matching. Das heißt für den Nutzer, dass er die Bilder nur zu importieren braucht. Die richtige und logisch strukturierte Ablage erledigt Pimcore anhand der Objektzuordnung. Dabei werden auch unterschiedliche Bildtypen, wie z. B. Freisteller von befüllten bzw. unbefüllten Gläsern, Impressions- oder Verpackungsbildern, berücksichtigt.

Werden Namings falsch geschrieben, bleiben die entsprechenden Assets im Inbox-Ordner liegen, von wo sie entweder via Korrektur des Namings oder händisch mit Produkten und Serien verknüpft werden können.

2. Intelligente, mehrstufige Rabattberechnung

Mit unserer Lösung sind auch mehrstufige dynamische Preisberechnungen auf Rabattbasis problemlos möglich. Dabei werden Rabatte als Objekte definiert, sodass sie beliebig mit Marken, Serien oder einzelnen Produkten verknüpft werden können. In Verbindung mit definierten Terminen oder Laufzeiten sucht sich das System jeweils den günstigsten Rabatt für das einzelne Produkt aus und spielt den entsprechenden Preis im Onlineshop aus. 

3. Anbindung an Shopware unter Beibehaltung der Datenhierarchie

Die Herausforderung bestand hier darin, dass Shopware ein relativ flaches Datenmodell nutzt. Deshalb haben wir extra eine Schnittstelle geschaffen, die die von uns im PIM angelegte Mehrmarken-Sortimentshierarchie mit vielen Relationen in das flache Modell von Shopware umwandelt. 

4. Automatisierte kanalspezifische Ausgabehierarchien

Integriert in unsere Lösung ist außerdem eine automatisierte Ausleitung in beliebige Ausgabekanäle. Je Kanal können eigene Kategorie-Strukturen erstellt werden. Die Zuweisung von Artikeln erfolgt durch pflegbare Regeldefinitionen. Wird zum Beispiel ein neues Schnapsglas ins Sortiment aufgenommen, wird dieser Artikel automatisch in die entsprechenden Ausleitungskategorien aufgenommen.

Business-Results

Dank des PIM-Systems erfolgt die Datenhaltung nun an einer zentralen Stelle. Das ermöglicht eine einheitliche Pflege der Daten und stellt sicher, dass redundante Daten ausgeschlossen sind und immer nur die aktuellen Daten im System vorgehalten werden. Die zentrale Organisation der Datenverwaltung bringt eine erhebliche Reduktion des zeitlichen Aufwands mit sich, senkt die Fehlerquote durch nicht aktuelle oder redundante Daten praktisch gegen null und erlaubt die schnelle Bereitstellung von verkaufsfördernden Produktinformationen im Onlineshop.


Solide Basis für zukünftige Erweiterungen

Durch die Einführung des PIM-Systems auf Basis von Pimcore verfügt Zwiesel Glas über eine solide digitale Datenbasis. Und dank der Flexibilität und des modularen Aufbaus von Pimcore ist das Unternehmen bestens gerüstet, die digitale Transformation des Einkaufserlebnisses Schritt für Schritt  weiter zu optimieren.