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Virtual Reality – hat die VR-Brille am POS Zukunft?

Head-Mounted Displays, besser bekannt als Virtual-Reality-Brillen, erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Für die Vermarktung bieten die neuen Brillen einige interessante Perspektiven – in näherer Zukunft natürlich vor allem für den Einsatz zu Hause, wenn die neue Technologie erschwinglich geworden sein wird. Bis dahin können VR-Brillen der Produktpräsentation am Point of Sale (POS) noch zu einem echten Alleinstellungsmerkmal verhelfen. Wir haben uns ein solches Pilotprojekt am Berliner Alexanderplatz angesehen.

Küchenplanung mit VR-Brille am PoS

In dem dort ansässigen Saturn Markt (Edit: außerdem in der Filiale in Ingolstadt, Anm. d. Red.) können Kunden mithilfe einer VR-Brille ihre Küche planen. Das funktioniert ganz einfach: VR-Brille aufsetzen, Controller in die Hand nehmen, und schon kann man sich in einer virtuellen Wohnung bewegen. Die Controller werden dabei für den Anwender in der virtuellen Welt mit eingeblendet, was die Handhabung deutlich erleichtert.

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„Virtual POS“: Bildqualität? Gut!

Der Tracking-Bereich der VR-Brille beträgt ca. 5 x 5 m, entspricht also grob der Fläche, die man bei der Küchenplanung begehen kann. Bei der eingesetzten VR-Brille handelt es sich um das Modell „Vive“ des taiwanesischen Herstellers HTC (Informationen zum Launch des Modells gibt es hier). Die Auflösung beträgt 1.200 x 1.080 Bildpunkte pro Auge, die Bildfrequenz liegt bei 90 Hertz. Die Brille ist angenehm zu tragen, der subjektive Bildeindruck ist gut. Das Bild wird gleichzeitig auch auf zwei Displaystelen übertragen, sodass auch von außen erkennbar ist, was der Nutzer mit der Brille wahrnimmt.

Die Vive ist per Kabel mit einem HUD verbunden, was die Anwesenheit einer jungen Dame am Präsentationsstand erforderlich macht: Sie verhindert, dass man während des Umherschreitens im virtuellen Raum am POS gegen echte Hindernisse läuft oder sich mit den Füßen in den Kabeln verheddert. In der weiteren Entwicklung sollen die Daten zukünftig drahtlos übertragen werden.

mds VR-Brille am PoS 2
Virtual Reality am POS. Rechts auf der Displaystele zu sehen: Das Anwählen interaktiver Elemente erfolgt per „Laserstrahl“

 

Ich bin mal kurz am See

Über Steuerelemente in der virtuellen Umgebung kann der Anwender von Zimmer zu Zimmer „springen“. Die Controller senden auf Fingerdruck einen „Laserstrahl“ aus, mit dem man trefflich einzelne Icons oder andere Navigationselemente (Schubladen, Türen) aktivieren kann. So auch das „Draußen“-Icon: Damit gelangt man vom Wohnzimmer mal eben auf die Terrasse einer Berghütte in den Schweizer Alpen mit Blick auf den Bergsee. Sehr nett! Aber eigentlich wollten wir ja eine Küche kaufen.

 

„Da werd ich ganz rot“, denkt sich die Küche

In der virtuellen Küche angelangt, kann der Nutzer sich nicht nur mittels Kopfdrehung umsehen, sondern auch durch Herumlaufen seine Position und damit seinen Blickwinkel im Raum verändern. Das vermittelt tatsächlich einen recht realistischen Eindruck davon, wie die Küche später einmal aussehen könnte, sodass die Anwendung ihren Zweck gut erfüllt. Ein Video einer Anwenderin finden Sie übrigens hier.

Es können mehrere Küchenmodelle visualisiert werden. Auch die Elektrogeräte können mittels weniger „Klicks“ geändert werden. Schubladen, Fächer, Herd, Kühlschrank etc. lassen sich per Controller leicht öffnen. So bekommt man ein Gefühl dafür, ob bei der Küchenplanung zum Beispiel Durchgänge verbaut werden oder Anordnungen zu eng sind – neue Möglichkeiten beim POS-Marketing.

Mittels der beiden Controller lässt sich ein Kontextmenü öffnen. Hier kann über mehrere Paletten die Farbgebung der Arbeitsflächen und anderer Oberflächen angepasst werden: Wir machen die Arbeitsfläche auf Knopfdruck mal eben schwarz, und der Kühlschrank wird rot!

Saturn VR-Brille am PoS
Kollege Andreas Anding im Kontextmenü

 

Die Bedienung des Menüs erschien uns allerdings noch nicht ganz ausgereift: Oft waren mehrere Anläufe notwendig, um eine Auswahl treffen zu können, oder das System geriet insgesamt ins Stottern. Diese kleinen Unstimmigkeiten darf man bei einem Pilotprojekt aber sicherlich großzügig übersehen. Mit ein wenig Übung fällt es zudem wohl auch den Anwendern leichter, die „richtigen“ Bewegungen zu machen.

Taugt der virtuelle POS in der Praxis?

Fazit: Das Pilotprojekt von Saturn zeigt, dass Virtual Reality im Einzelhandel durchaus eine sinnvolle Rolle spielen kann. Auch wenn noch nicht alles ganz glatt geht – am Beispiel der Küchenplanung ist erkennbar, dass die Brillen bei der Visualisierung, etwa von Einrichtungen, einen echten Mehrwert leisten. Das Thema bleibt also spannend und dürfte mit der Marktentwicklung der Brillen noch deutlich an Fahrt aufnehmen!

POS-Marketing mit der mds

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Blogbeitrag von Robert Nagel

Robert Nagel ist Redakteur bei der mds. Agenturgruppe. Er schreibt in Berlin zu strategischen und operativen Themen der Produkt- und Vertriebskommunikation.
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