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Virtual Reality in der Produktpräsentation: Technische Voraussetzungen

Virtual Reality (VR) erfreut sich in der Produktkommunikation immer größerer Beliebtheit: Die Beispiele kreativer und ansprechender Anwendungen werden von Monat zu Monat häufiger. Wenn Sie sich auch schon gefragt haben, ob Sie beispielsweise im Ladengeschäft oder auf einer Messe Ihre Produkte mittels einer VR-Brille präsentieren könnten, ist der folgende Artikel für Sie hilfreich: Er beschreibt die technischen Voraussetzungen.

Virtual Reality: die kleine und die große Lösung

Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten: die kleine VR-Cardboard-Box und die große VR-Brille.

Sie können mit einer sogenannten Cardboard-Box eine etwas abgespeckte Variante einer VR-Brille bereitstellen. Eine solche Box besteht aus dem namengebenden Karton oder aus Kunststoff, der eine Halterung für Smartphones mit Bildschirmdiagonalen von in der Regel vier bis fünf Zoll aufweist. Dazu kommen zwei Linsen, die dem Auge helfen, den doch recht nahen Schärfepunkt besser zu fokussieren. Diese Variante ist mit einem Anschaffungspreis von knapp zehn bis etwa 30 Euro sehr kostengünstig, allerdings mit der Wirkung echter Head-mounted Displays („VR-Brillen“) kaum zu vergleichen: Bei den ganz günstigen Varianten muss man sich die Boxen umständlich vor das Gesicht halten und immer wieder ein bisschen justieren, wodurch sich das gewünschte Immersionsgefühl in Grenzen hält. Die Bildqualität hängt zudem maßgeblich von der Leistungsfähigkeit des Smartphone-Displays ab.

Beim Messeauftritt sind aus genannten Gründen die Cardbord-Boxen aus Karton eher nicht zu empfehlen.

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Durch die Beliebtheit von VR-Videos springen indes immer mehr Hersteller auf den Cardbox-Zug auf, sodass es auch bequemere Lösungen als die ganz einfache Pappkiste gibt, beispielsweise die „Gear“ VR von Oculus (ab 99 $) oder die „LG 360 VR“ von LG (um 200 Euro). Zeiss produziert mit der „VR One“ ein komfortables Gestell für die Smartphone-Flaggschiffe von Samsung und Apple, Kostenpunkt: ca. 130 Euro.

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Handy rein und los: Eine VR-Halterung für Smartphones im Messeeinsatz

 

VR mit Head-mounted Displays

Auch bei den „echten“ VR-Brillen wird die Liste der Modelle immer länger. Angeführt wird sie von der „Rift“ des 2014 von Facebook übernommenen kalifornischen Herstellers Oculus VR. Im selben Atemzug zu nennen sind allerdings auch die „Vive“ des taiwanesischen Produzenten HTC sowie Sonys „Playstation VR“, die bei Redaktionsschluss allerdings noch nicht ausgeliefert wurde. Eine ganze Handvoll weiterer Firmen tüfteln an eigenen Lösungen mit unterschiedlichen Spezifikationen. Eine aktuelle Übersicht über die technischen Daten finden Sie bei den VR-Nerds.

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Die „Vive“ von HTC. Foto: mds

 

Für die Immersion hauptsächlich verantwortlich ist natürlich auch hier die Qualität des Displays, die sich an Leistungskennzahlen wie der Pixeldichte, der Anzahl der Pixel pro Sichtfeld-Grad und des Sichtfelds ablesen lässt. Über den Daumen gepeilt, ist bei einer Auflösung von etwa einem Megapixel pro Auge bei Displaygrößen von gut fünf Zoll in der Diagonalen ein brauchbarer Standard erreicht. Oculus, HTC und Sony setzen auf OLED-Displays, es gibt aber auch Hersteller, die auf herkömmliche TN-Technik setzen. Auch die Bildfrequenz ist wichtig, da natürlich ein flackerndes Display die Immersion stört.

Tragekomfort von VR-Brillen

Wenn Sie am POS oder auf einer Messe Ihren Kunden ein eindrückliches Erlebnis bereiten wollen, muss die Technik natürlich astrein funktionieren und einigermaßen bequem sein. Dabei gibt es einiges an zusätzlichen Ausstattungsmerkmalen, wie etwa eine Dioptrienanpassung für Brillenträger oder integrierte Audio-Module. Auf Folgendes sollten Sie aber ganz generell achten:

Gewicht

VR-Brillen wiegen in der Regel zwischen 400 und 600 Gramm. Hinzu kommt noch das Gewicht der Kabel, denn eine drahtlose Variante ist bislang aufgrund der hohen Datenmengen noch nicht realisierbar (obwohl hieran etwa von den Herstellern GameFace Lab und Avegant gearbeitet wird). Ein fester Sitz der Brille und eine sorgfältige Befestigung mithilfe der Kopfbänder ist deshalb ein Muss und sollte vor Ort qualifiziert angeleitet und überprüft werden.

Sicherheit

Sicherheit geht immer vor. Bei VR-Brillen ist der räumliche Eindruck für die Beobachter mithin derart überzeugend, dass manche Anwender kurze Momente der Desorientierung und des Schwindels erleben („Motion Sickness“). Um eine sichere Anwendung zu gewährleisten, empfiehlt sich daher eine überwachte Umgebung sowie gegebenenfalls ein Handlauf oder eine Reling zur Unterstützung der räumlichen Orientierung. Zudem gilt es zu vermeiden, dass die Anwender sich in den Kabeln verheddern und sich damit etwa zu Fall bringen.

Signalquellen

Das beste Display bringt nichts, wenn das Signal nicht sauber eingespeist wird. Bei der anzuschließenden Technik sollten Sie deswegen nicht sparsam sein. Für einen PC als Signalquelle eignen sich als Prozessorplattform etwa die i5-Baureihen 6400, 6500 und 6600 von Intel. Auch die Grafikkarten dürfen nicht zu schwach sein: 4 GB DDR5-Arbeitspeicher wie etwa bei den GeForce-Modellen GTX 970 und GTX 980 oder der Radeon R9 290 sind hier keinesfalls übertrieben. Für ein absolut flüssiges und klares VR-Erlebnis empfehlen wir, i7-Prozessoren und leistungsstärkere Grafikkarten wie die 980 TI oder sogar die GTX 1070 oder GTX 1080 zu verwenden.

Hygiene

Obwohl das Tragen einer VR-Brille hygienisch absolut unbedenklich ist, haben Ihre Kunden sicher ein besseres Gefühl, wenn die Brille und insbesondere die Bänder vor und nach der Benutzung mit einem Reinigungstuch abgewischt werden.

Messekontakte

Blogbeitrag von Andreas Anding

Andreas Anding ist Mitglied der Geschäftsleitung und berät Unternehmen in den Bereichen internationale Vertriebs- und Produktkommunikation sowie Customer-Experience-Management. Zu seiner weiteren Expertise zählen Strategien zur Digitalisierung und Transformation, die er mit seinem Team für unsere Kunden entwickelt und realisiert.
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