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Probleme beim Projektionsmapping

Warum Pro­jek­tions­mapping nicht immer gelingt

Projektionsmapping wird seit Jahren im großen Maßstab verwendet. Doch bei den Produktionen ist längst nicht alles Gold, was glänzt. Woran liegt’s, und wie lässt sich die Qualität der Mappings sichern?

Spektakulär und ohne Warteschlange

Hochwertig konzipiertes Projektionsmapping bietet zum Beispiel auf Messen mehrere Vorteile:

  • Es erregt Aufmerksamkeit – auch bei Besuchern, die den Stand eigentlich nicht auf dem Zettel hatten.
  • Beim Projektionsmapping oder Video-Mapping müssen Besucher nicht Schlange stehen, sondern können die Animationen quasi im Vorbeigehen betrachten.
  • Es gibt – abgesehen von der räumlichen Begrenzung des Messestands selbst – keine Beschränkung der Zuschauerzahl.

Auf der IFA haben wir Liebherrprodukte mit einem spektakulären Projektionsmapping in Szene gesetzt. Neugierig? Dann können Sie hier die Case Study herunterladen.

Doch spätestens nach Mapping-Großveranstaltungen wie etwa dem Berliner Festival of Lights stellen Zuschauer fest, dass einige Produktionen ein Qualitätsproblem haben. Liegt es vielleicht daran, dass Projection Mapping in verwirrend vielen Formen auftreten kann? Schauen wir uns einfach mal drei Einsatzmöglichkeiten und ihre Qualitätsniveaus an.

1. Das Theater um Projektionsmapping

Seit der Jahrtausendwende werden Projektionsmappings auf Theaterbühnen relativ häufig eingesetzt. Den Trend setzten große Produktionen wie das Musical „Der Glöckner von Notre-Dame“ aus dem Jahr 1999, das komplett auf herkömmliche Kulissen verzichtete und alle Bühnenbilder per Beamer „herbeizauberte“. Auch die „Zauberflöte“ der Komischen Oper Berlin sorgt mit fantasievollem Mapping-Bühnenbild seit Jahren für ausverkaufte Vorstellungen.

 

Dutzende Regisseure haben schon mit der Technologie experimentiert. Die Ergebnisse waren aber durchwachsen und wirkten teils sogar dilettantisch, auch weil den Theaterregisseuren die Erfahrung aus Film- und Animationsprojekten fehlte. Doch aller Unbeholfenheit zum Trotz – Projektionsmappings werden weiterhin häufig verwendet, denn damit lassen sich Produktionskosten senken. Einmal erstellt, ist das Videomaterial beliebig oft wiederverwendbar und wartungsfrei – anders als „analoge“ Kulissen, die sich mit der Zeit abnutzen und durch Unfälle auf der Bühne beschädigt werden können.

Einigen Inszenierungen sieht man diese Kosteneffizienz allerdings dann auch an: Der Bühnenraum wird nur zu einem Bruchteil genutzt, und Animationen wiederholen sich. Wenn Video-Mapping einen ganzen Theaterabend tragen soll, hat das eher etwas von einem missglückten Kinobesuch, der gelegentlich durch menschliche Akteure unterbrochen wird.

2. Fassadenprojektionen

Projektionsmappings auf Gebäudefassaden sind seit Jahren beliebt, wie das vor Kurzem zu Ende gegangene Festival of Lights in Berlin einmal mehr gezeigt hat. Im besten Fall erarbeitet das Kreativteam dabei eine Erzählung, die individuell und spielerisch auf die Eigenheiten des bespielten Gebäudes eingeht. Das Berner Bundeshaus etwa ist seit 2011 regelmäßig Schauplatz für Fassaden-Mappings. Die zuständigen Kreativteams entwickeln ihre dramaturgischen Kniffe fortlaufend weiter und erzählen ganze Geschichten. Dabei wird die Bundeshaus-Fassade geradezu lustvoll dekonstruiert und in die Erzählung eingebunden.

 

Auch andere Städte geben Mappings in Auftrag, doch nicht alle Ergebnisse überzeugen. Häufig werden lediglich bunte Bilder, die den Zuschauern keinerlei inhaltlichen Zusammenhang bieten, in mehr oder weniger ausreichender Qualität auf das Mauerwerk projiziert. Vielleicht liegt es an zu strikten Vorgaben der Auftraggeber, die mangels Erfahrung keinen Erzählansatz dulden, bei dem das Gebäude scheinbar zerlegt wird. Oder der Produktionsaufwand wurde unterschätzt – denn Projektionsmappings wie das am Bundeshaus werden nicht von heute auf morgen fertig.

Bunte Farbkleckse reichen heute jedoch nicht mehr aus, um das Publikum mitzureißen. Denn es ist gut möglich, dass Zuschauer woanders bereits hochwertige Mappings gesehen haben und die Produktionen vergleichen können. So finden sich unter den Videoaufnahmen einiger Bundeshaus-Mappings durchaus kritische Kommentare von erfahrenen Zuschauern, die mit einzelnen Produktionen unzufrieden waren.

3. Mapping im Do-it-yourself-Modus

Kleine, leistungsstarke Beamer sind heute auch für Privatnutzer erschwinglich. Zwar werden die Geräte vorrangig zu Heimkinozwecken und für Sportevents angeschafft. Doch es gibt auch Beamerbesitzer, die das Mapping-Verfahren in den eigenen vier Wänden ausprobieren wollen, mit zum Teil kuriosen Ergebnissen. In den USA „schmücken“ ehrgeizige Tüftler zu Halloween gleich ihr ganzes Haus mit einem selbst gebastelten Projektionsmapping.

 

Die Umsetzung von Projektionsmappings ist technisch und konzeptionell gleichermaßen anspruchsvoll – und kann bei fehlender Expertise auch schiefgehen. Mangels Erfahrung mit der Technik und angesichts der Ortsgebundenheit und Größe von Mappings entscheiden sich Marketer aus dem Mittelstand deshalb häufig gegen ein Mapping-Projekt. Dabei muss man nicht gleich das Bundeshaus oder den Berliner Dom bespielen. Mappings lassen sich auch für transportable Objekte konzipieren und beispielsweise im unternehmenseigenen Showroom oder bei einer Hausmesse installieren.

Fazit: Projektionsmapping erfordert Spezialisten

Auch wenn das Verfahren schon lange im Einsatz ist: Projektionsmapping ist bis heute eine Herausforderung und bietet keine Lösungen „von der Stange“. Eine Mapping-Show, die Information und Unterhaltung verbindet, braucht deshalb Spezialisten. Diese kennen sich bestens mit dem Potenzial der Technologie aus und können spektakuläre Produktpräsentationen schaffen – auch für den Mittelstand. Wenn Sie mehr über unser IFA-Mapping für Liebherr lesen möchten, können Sie hier die Case Study herunterladen.

Blogbeitrag von Sebastian Necker

Sebastian Necker ist Spezialist für strategische und operative Marken- und Unternehmensführung sowie Qualitätsmanagement.
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