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Michael Kugler (Contentserv) über PIM und Produktkommunikation

mds-Geschäftsleiter Andreas Anding spricht im Interview mit Michael Kugler von Contentserv. Das Thema: Wie Produktkommunikation mit der Hilfe von Product Information Management (PIM) und Digital Asset Management (DAM) dauerhaft einfacher wird.

Das PIM-Interview mit Contentserv

Guten Tag, Herr Kugler. Seit wann gibt es die Contentserv GmbH und was macht sie?

Michael Kugler: Hallo, Herr Anding! Die Gründung von Contentserv liegt schon über 15 Jahre zurück. Von Beginn an haben wir den Fokus auf webbasierte Marketing- und Vertriebs-Prozesse gelegt.

Bietet sich Ihre Lösung für bestimmte Branchen besonders an?

Mit unserer Lösung bedienen wir insbesondere Markenhersteller und den Handel – sie kann aber in den verschiedensten Branchen zum Einsatz kommen. Allgemein kann man sagen, dass Contentserv in allen Unternehmen helfen kann, in denen Produktinformationen gepflegt werden. Vor allem, wenn viele verschiedene Produkte, breite Produktpaletten oder mehrere Sprachen verwaltet werden müssen.

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Contentserv-Geschäftsführer Michael Kugler

 

Welche Bestandteile bietet die Software?

Das Herzstück der Contentserv-Lösung sind ein PIM- und ein DAM-System. Als einer der wenigen Hersteller weltweit kann Contentserv damit verschiedene Systeme aus einer Hand anbieten. Durch die Nutzung verschiedener Contentserv-Systeme sind dabei keine Schnittstellen notwendig. Konnektoren ermöglichen zentrale Verbindungen, die miteinander arbeiten und die Datenqualität dadurch erhöhen – durch den konsistenten Datenfluss wird zudem ein erheblicher Mehrwert geschaffen.

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Das Modul für Product Information Management
(Rechtsklick und „Grafik anzeigen“ für größere Ansicht. Quelle sämtlicher Screenshots: Contentserv)

 

Dieser All-in-one-Ansatz bietet vor allem Unternehmen, die eine ganzheitliche Prozesslösung ohne Systembrüche über beide Bereiche hinweg wünschen, eine optimale Grundlage für ein effizientes Datenmanagement zur Unternehmenskommunikation.

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Das PIM als Workflow-Engine: Prozessübersicht der Produktdatenaggregation

 

Wie grenzt sich Ihre DAM-Lösung von reinen Pure-Playern ab, wie z. B. Pixelboxx oder Celum?

Die Integration des DAM-Systems ist bereits die Abgrenzung zu reinen Pure-Playern, denn die integrierte Oberfläche schafft ein durchgängiges Erlebnis für den Benutzer, wenn er sich in unserer Software bewegt. Im Gegensatz zu kombinierten Systemen sind hier keine Schnittstellen notwendig und die Systeme sind sehr gut miteinander verzahnt. Systemische und optische Brüche werden bei einer solchen integrierten Lösung eliminiert.

 

 

Wie ist die Akzeptanz bei Kunden, die schon eine proprietäre DAM-Instanz benutzen?

Wenn bereits ein anderes DAM in Gebrauch war, wird bei einer PIM-Implementierung erfahrungsgemäß auf die Contentserv-Lösung umgerüstet, da sich durch die integrierte Lösung die bereits erwähnten Vorteile bieten. Unsere Kunden kennen diese Vorteile; die Überzeugung, dass bestehende Verbindungen mit Pure-Playern gelöst werden können, kommt damit fast von selbst.

Wie sieht es beim Printpublishing aus – hat Contentserv da auch eine integrierte Lösung?

Ja. Für automatische Publikationen und einen automatisierten Umbruch haben wir eine integrierte Smart-Document-Lösung. Außerdem beinhaltet Contentserv ein Print-Output-Management: Der „Desktop Publisher“ unterstützt wirksam Automatismen und erleichtert Kreativprozesse.

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Screenshot des Desktop-Publishing-Moduls

 

Worin liegt der Unterschied zu den Print-Pure-Playern, wie z. B. Comet oder InBetween?

Pure-Player sind darauf angewiesen, passende Informationsstrukturen vorzufinden, um diese in Publikationen ausleiten zu können. Unsere Komponenten sind dagegen im Contentserv-System tief in PIM und MAM integriert. Dadurch haben sie die Kontrolle über die Content-Aufbereitung, die für eine optimale Ausleitung in die verschiedenen Kanäle von höchster Bedeutung ist. Ein weiterer entscheidender Vorteil ist, dass sich durch die tiefste funktionale Integration überhaupt Aufwände im Projekt gegenüber weniger integrierten Szenarien deutlich verringern: Die Implementierungskosten sind schlicht niedriger, wenn alle Systeme nahtlos ineinandergreifen und ohne Schnittstellen miteinander arbeiten können.

Aber Contentserv bietet diese Schnittstellen trotzdem an.

Wir bieten Konnektoren zu InBetween an, die hochgradig konfigurierbar sind. Zu priint:Comet besteht eine vollumfänglich integrierte Lösung. Diese erlaubt vor allem die Unterstützung von Kreativprozessen.

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Media Asset Management

 

Werfen wir einen Blick in die Zukunft: Welche PIM-Entwicklungen erwarten Sie?

Ein funktionsfähiges PIM-System ist mittlerweile aus vielen Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Täglich wächst der Berg an Daten, die sich rund um die Produktinformationen aufhäufen. Das schiere Volumen ist ohne innovative Technologien kaum mehr zu handeln und es wird immer anspruchsvoller, seine Daten im Griff zu behalten und den Überblick nicht zu verlieren.

 

Täglich wächst der Berg an Daten. Das schiere Volumen ist ohne innovative Technologien kaum mehr zu handeln.“

 

Was passiert denn, wenn man die Daten nicht mehr im Griff hat?

Behandelt man die Produktinformationen stiefmütterlich, leidet sofort die Datenqualität. Ein PIM-System hilft, bei einer immer weiter steigenden Menge an Informationen den Durchblick zu behalten. Das sichert auch bei der Ausleitung in viele verschiedene Kanäle eine optimale Qualität der Informationen. Zum Beispiel bei derKatalogproduktion.

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Qualitäts-Check im PIM

 

Wie können PIM-Systeme zukunftssicher gemacht werden?

Im Allgemeinen ist es in der Softwarebranche essenziell, nicht nur immer am Markt dran, sondern ihm immer einen Schritt voraus zu sein. Pioniergeist zeigen, ist in der IT-Welt die Devise. Mehr als die Hälfte der heutigen Mitarbeiter bei Contentserv ist bereits mit dem nächsten Software-Release beschäftigt. Es ist unsere Aufgabe, frühzeitig Trends zu erkennen und unsere Produkte stets weiterzuentwickeln, sodass der Kunde immer die optimale Lösung für sein Produktdatenmanagement zur Verfügung hat. Dafür initiiert Contentserv Befragungen und Roundtables, um neue Wünsche und Anforderungen an die Software optimal zu erfassen.

Welche Anforderungen erwarten Sie in der Zukunft bei der Konnektivität?

Eine nahtlose, vollintegrierte und vor allem auch funktionsfähige Konnektivität zu möglichst vielen Systemen ist heute wie in Zukunft Standard einer jeden Software. Ein System muss so flexibel bzw. wandelbar sein, dass es Standardkonnektoren zu einer möglichst breiten Masse bieten kann. Mit diesen Schnittstellen funktioniert das nahtlose Zusammenspiel verschiedener Player, was wiederum dem Kunden eine optimale Basis für seine individuellen Vorhaben bietet.

Was kommt bei der Usability auf uns zu?

Usability ist eine Kernanforderung. Denn nur wenn der Benutzer ein System akzeptiert und es versteht, wird es auch genutzt. Unsere Lösung ist für ihre beispielhafte Usability bekannt und dafür auch ausgezeichnet worden.

 

Nur wenn der Benutzer ein System akzeptiert und es versteht, wird es auch genutzt.“

 

Um die Software adäquat nutzen zu können, sind keine aufwendigen Schulungen und tagelangen Trainings nötig. So kann der Kunde auch selbst Prozesse frei nach seinen Wünschen gestalten und formen, ohne dass er sich von uns als Hersteller oder von einem unserer Implementierungspartner abhängig macht. Dieses Konzept ist zugleich innovativ und agil, denn Prozesse werden kontinuierlich weiterentwickelt und entsprechend an die Bedürfnisse des Kunden angepasst.

Welche Rolle spielt Data Governance in Ihrer strategischen Ausrichtung?

Datenqualität spielt eine sehr große Rolle. Wir arbeiten konstant daran, hier Verbesserungen zu erzielen. Erst kürzlich haben wir mit unserer neu entwickelten „Data Quality Funktion“ den Innovationspreis IT gewonnen: Diese spezielle Funktion stellt eine Ausweitung des bisherigen statusbasierten Workflows dar und reagiert auf die zunehmende Bedeutung eben dieser Datenqualität für den Werbeerfolg der Produktdaten.

Durch den modularen Aufbau unserer Lösung kann die Datenüberwachung schrittweise ausgebaut werden. Das ist kostengünstig und erlaubt es den Anwendern, selbst zu definieren, wie die „Data Quality Funktion“ den individuellen Anforderungen am besten gerecht wird. Letztendlich ist das Ziel, Handlungsbedarf frühzeitig zu erkennen und Touchpoints mit der gewünschten Qualität zu bespielen.

Wie sehen Sie das Zusammenspiel von PIM und MDM?

Während das Master Data Management sehr IT-fokussiert und für den technischen Part zuständig ist, werden im PIM die Produktdaten noch einmal „veredelt“ und für das Marketing bereitgestellt. Im MDM wird über verschiedene andere Systeme hinweg der sogenannte „golden record“-Datensatz, der alle nötigen Informationen in das PIM spielt, mitunter durch „Match & Merge"-Techniken erstellt.

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„Merging“ im Contentserv-PIM

 

Im PIM geht es dann etwas „bunter“ zu: hier werden die Daten nochmals aufbereitet, damit sie dem Marketing, dem Produktmanagement, dem Vertrieb sowie weiteren Abteilungen in der bestmöglichen Form zur Verfügung stehen und in die diversen Touchpoints ausgeleitet werden können.

Welche Tipps können Sie Nutzern geben, die sich im PIM-Markt orientieren wollen?

Die gesamte PIM-Einführung muss auf einer guten Vertrauensbasis zwischen dem Kunden und dem Anbieter aufbauen. Menschen kaufen von Menschen. Ein Projekt ist nicht zukunftsfähig, wenn die Kommunikation untereinander nicht stimmt. Daher raten wir dazu, neben den technischen Details auch auf die zwischenmenschliche Ebene zu achten und zu prüfen, ob man auch wirklich zusammenpasst.

Das lässt sich herausfinden – wenn man seine Anforderungen kennt und weiß, wohin man in der Zukunft möchte. Nur wenn man das klar kommunizieren kann, ist es auch möglich, das optimale Produkt für die eigenen Vorstellungen zu finden. Wenn man sich nach alldem mit dem Anbieter auf derselben Wellenlänge sieht, dann steht einem erfolgreichen PIM-Projekt nichts mehr im Wege.

Wo sehen Sie gerade die größten Herausforderungen für eine erfolgreiche Implementierung?

Die größte Herausforderung ist definitiv, die Anforderungen des Kunden zu kennen und sie nach dessen Wünschen zu erfüllen. Um für jedes Einsatzszenario gewappnet zu sein, setzt Contentserv beispielsweise auf Umsetzungsspezialisten, die in ihrer jeweiligen Branche echte Experten sind. Denn die Anforderungen an ein System sind in den verschiedenen Branchen sehr unterschiedlich. So kann das spezifische Branchen-Know-how der Partner optimal in das Projekt mit einfließen. Durch ein effektives Onboarding erreichen alle Beteiligten schnell die gewünschte Flughöhe und erste Ziele werden rasch sichtbar.

Haben sich die Ansprüche der Kunden in den letzten fünf Jahren verändert?

Mittlerweile müssen Änderungen im Produktportfolio auf Knopfdruck geschehen. Die Digitalisierung nimmt von Tag zu Tag zu und stellt Systemanbieter sowie Kunden vor neue Herausforderungen. Echtzeit-Kommunikation und eine exponentiell steigende Zahl an Touchpoints, die individuell bedient werden sollen, erschweren eine qualitativ hochwertige Produktdaten-Kommunikation. Wenn die Anforderungen der Endkunden steigen, steigen natürlich auch die Ansprüche unserer Kunden an die Software.

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 Usability ist Kernthema: ein Contentserv-Dashboard

 

Welche Auswirkung haben Trends wie z. B. E-Commerce?

Es wird unsere Herausforderung sein, in Echtzeit auf Kundenbedürfnisse zu reagieren und zu kommunizieren. Produktkommunikation muss abhängig vom jeweiligen Kontext gezielt und individuell betrieben werden und nicht ziellos und ineffizient gleichermaßen in allen Kanälen geschehen. Die richtige Information zur richtigen Zeit im richtigen Umfang und im richtigen Kontext an den richtigen Nachfrager zu bringen ist das Ziel – und das in Realtime.

Wie wird sich Ihrer Meinung nach die Branche entwickeln? Mehr in Richtung spezialisierter Anbieter oder Allroundsoftware?

Die Branche wird auch weiterhin sowohl „Spezialisten“ als auch „Alleskönner“ anbieten. Beide Varianten haben ihre Vorteile. Entscheidend ist immer, welche Bereiche mit der Software abgedeckt werden sollen und was der Kunde fordert. Dadurch, dass verschiedene Optionen zur Wahl stehen, kann für jede Anforderung die ideale Lösung gefunden werden, die dann entweder hochgradig integriert oder spezialisiert ist.

Wann raten Sie davon ab, ein PIM anzuschaffen?

Selten. Heute ist eher die Frage: Was kostet es, kein PIM zu haben?

Herr Kugler, haben Sie vielen Dank für das Gespräch.

 

Weitere Informationen zu Contentserv

Geschäftsbericht 2016

 

  • Produktblatt Enterprise-PIM (PDF-Download – englisch, 4,5 MB)
  • Produktblatt Digital Asset Management (PDF-Download – englisch, 0,5 MB)

 

Erfahren Sie mehr – auf unserer Seite zur Printautomatisierung oder ganz einfach hier:

Arbeitsabläufe verbessern Checkliste

Blogbeitrag von Andreas Anding

Andreas Anding ist Mitglied der Geschäftsleitung und berät Unternehmen in den Bereichen internationale Vertriebs- und Produktkommunikation sowie Customer-Experience-Management. Zu seiner weiteren Expertise zählen Strategien zur Digitalisierung und Transformation, die er mit seinem Team für unsere Kunden entwickelt und realisiert.
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