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MDM (Master Data Management) im Klartext: Ben Rund, Informatica GmbH

In der mds-Interviewreihe „Klartext“ sprechen wir mit Benjamin Rund, Director Product Marketing bei der Informatica GmbH. Informatica ist ein unabhängiger Software-Anbieter mit den Schwerpunkten MDM (Master Data Management) und PIM (Product Information Management). mds-Geschäftsleiter Andreas Anding führte das Gespräch über Unternehmensdaten, Digitaltransformation und die Zukunft der Branche.

MDM mit Informatica: Interview

Hallo, Herr Rund. Die meisten, die sich mit den Themen PIM oder MDM befassen, werden den Namen Informatica bereits gehört haben. Woher stammt das Unternehmen?

Ben Rund: Davon gehe ich aus [lacht]! Informatica wurde 1993 im Silicon Valley gegründet. Von Anfang an stand Datenmanagement für Unternehmen im Fokus. Heute sind wir auf datengetriebene Digitaltransformation (Data-Driven Digital Transformation) spezialisiert und bedienen mit unserem Enterprise Cloud Data Management über 7000 Kunden.

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Benjamin Rund
Senior Director Product Marketing,
Informatica GmbH (Foto:privat)

Informatica steht damit in der ersten Reihe der MDM- und PIM-Anbieter. Wir werden aber von Gartner auch bei Data Governance, Security, Big Data und Datenintegration als Leader bewertet. Wir konzentrieren uns voll auf die Bereitstellung intelligenter, transformativer Innovation für die Zukunft.

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Master Data Management – das Datenmanagement der Zukunft? (Bild: Informatica)

 

Was heißt das?

Das heißt, dass wir Unternehmen auf der ganzen Welt dabei unterstützen, das Potenzial ihrer Daten zu erschließen – in allen Belangen rund um Unternehmensdaten. Anders lassen sich Geschäfts­notwendig­keiten heute ja kaum mehr bewerkstelligen.

Und was heißt das konkret?

Wir können heute bereits Künstliche Intelligenz nutzen, um die sogenannte „next best Action“ vorzuschlagen – beispielsweise einen Lieferantenausfall zu erkennen, bevor er entsteht. Oder Millionen von Artikeln automatisch zu klassifizieren. Oder Vorschläge zu erhalten, wie Prozesse und Workflows besser organisiert werden können.

Erzählen Sie uns, welche Kunden bereits Ihr MDM nutzen?

Viele – deswegen wurden wir kürzlich sowohl von Gartner als auch von Forrester als Leader im Bereich MDM undPIM positioniert. Das kommt natürlich nicht von ungefähr. Kunden aus verschiedenen Branchen, wie zum Beispiel Coca Cola, Lufthansa, ABN AMRO, Tesla, Prada, Intersport, Unilever, Harrods oder BMW arbeiten erfolgreich mit uns zusammen.

Wir sind der einzige MDM-Anbieter mit einer modularen End-to-End-Lösung. Modular heißt hier, dass unsere Kunden je nach Bedarf im Business flexibel wachsen können. Das gilt für den sogenannten Multidomain-Ansatz als Basis, aber auch für die Vielzahl an spezialisierten Business-Apps wie Customer 360, Product 360, Suppler 360, Reference 360 oder Relate 360. Alle können einzeln oder als gesamte, robuste Lösung für Big-Data-Volumen in Echtzeit genutzt werden.

Was zeichnet Ihre PIM-Lösung „Product 360“ aus?

Unsere Kunden schätzen an MDM – Product 360 vor allem die Workflows: Manche konnten ihre Time-to-Market dadurch extrem beschleunigen oder Umsätze im E-Commerce erheblich steigern.

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Quelle: Informatica.

 

Auch die Zusammenarbeit mit internen und externen Partnern wird verbessert, den Mitarbeitern durch intuitiv bedienbare User Interfaces und Dashboards die Arbeit erleichtert. Das kann Aufgaben-, aber auch Rollenbezogen passieren.

 

Manche konnten ihre Time-to-Market um 60 Prozent verkürzen.

 

Auch bei der Automatisierung von Arbeitsschritten und Prozessen und der Verwaltung von Bildern, Grafiken, Dokumenten, Audio-Dateien oder Videos hilft Product 360 nachhaltig. Auch bei großen Sortimenten.

Das heißt, dass in die Lösung auch ein Digital Asset Management integriert ist?

Das kann man zweifellos so sagen. Wir haben ein komplett integriertes DAM an Bord, das auch komplexe Produktdaten effizient handhabt. Es wurde speziell für Produktinformationen entwickelt. Für unsere Kunden bedeutet das: perfekt angereicherte Produktdaten für eine erfolgreiche Omnichannel-Customer-Experience. Wir binden aber auch Lösungen Dritter ein, wie zum Beispiel Adobe Scene 7 oder Celum.

 

Omnichannel-Kommunikation: hier beim Kunden SportScheck

Es ist heutzutage ja eine echte Herausforderung, alle Kanäle passend zu bespielen.

Product 360 hat editierbare Channel-Previews, um zu überprüfen, wie das Produkt dem User im jeweiligen Channel dargestellt wird. So stellen unsere Kunden ein einheitliches Branding sicher und erhöhen ihre Conversion Rates. Product 360 kann leicht an alle wichtigen Channel- und E-Commerce-Systeme angebunden werden, wie IBM WebSphere Commerce, Oracle, Intershop, die Salesforce Commerce Cloud oder Google.

Was kann Product 360 noch?

Unsere Datenqualitätslösung ist ein echter Vorteil, hier sah uns auch der bereits erwähnte Gartner Magic Quadrant als führend an. Die Lösung sorgt mit automatisierten Datenvalidierungsregeln, wie z. B. unseren „Ampelsignalen“ für Datenqualität dafür, dass alle Produktdaten standardisiert sind und eine ganzheitliche Data Governance umgesetzt werden kann.

Zudem sind wir 1WorldSync zertifiziert, sodass Hersteller und Handel einfach ihre Produktdaten über das Global Data Synchronization Network (GDSN) austauschen können. Viele Kunden, insbesondere in den Bereichen Food & Beverage oder Consumer Packaged Goods, nutzen diese Lösung bereits erfolgreich.

Product 360 ist Teil der einzigen wirklichen, modularen End-to-End-MDM-Lösung auf dem Markt. Weitere Anwendungen, die auf Master Data beruhen, wie Customer 360, Supplier 360, Reference 360 und Relate 360, ergänzen die Lösung.

Kann Product 360 auch mit DAM-Pure-Playern umgehen, die Unternehmen vielleicht ja schon haben?

Wenn unsere Kunden den integrierten DAM-Funktionen zur Automatisierung von Content andere Lösungen vorziehen, ist das kein Problem. Einige Kunden setzen zum Beispiel auf Adobe Scene 7 oder Celum. Unsere Flexibilität, dritte Lösungen anzubinden, ist eine große Stärke, die von unseren Nutzern sehr geschätzt wird: Nicht zuletzt deswegen wurde Informatica elf Jahre in Folge als Nummer 1 im Bereich Customer Loyalty ausgezeichnet.

Ist eine Lösung für Printpublishing ebenfalls integriert? Trotz der vielen Unkenrufe weigern sich Kataloge und Broschüren ja hartnäckig, auszusterben.

Ist Print tot oder hat es sich nur verändert? Die Priint Group (ehemals Werk II) hat ihre erste Standardintegration von PIM-Lösungen mit uns gemacht, ein klares Statement. Unsere Kunden nutzen aber auch Stämpfli, Inbetween oder RS Media.

Wie können PIM-Systeme zukunftssicher gemacht werden? Wie sehen Sie das Zusammenspiel von PIM und MDM?

Wer längerfristig plant, sollte für sein PIM-System einen strategischen Partner wählen, der nicht „nur“ Experte im Bereich PIM ist, sondern mit dem man auch in anderen Bereichen zusammenarbeiten kann.

So ist es zum Beispiel empfehlenswert, alle Lösungen rund um das Thema Datenmanagement zur Unternehmenskommunikation auf einer gemeinsamen Plattform aufzubauen. Erweiterungen, wie z. B. Datenqualität oder auch das Management zusätzlicher Domains, wie Kunden- oder Lieferantendaten, sollten eine natürliche Ergänzung der existierenden Lösung darstellen.

 

Wer längerfristig plant, sollte für sein MDM-System einen strategischen Partner wählen...

 

Eine modulare, End-to-End-MDM-Lösung spart nicht nur längerfristig IT-Kosten und Zeit, sondern verbessert auch die Konnektivität der einzelnen Anwendungen und somit die Usability.

Ist das weiterhin eines der zukünftigen Kernthemen: Usability?

Die vier Kernthemen für die Zukunft von MDM sind:

  1. Skalierbarkeit von Big Data in Echtzeit,
  2. eine möglichst schnelle Time-to-Value,
  3. Artificial Intelligence und
  4. Usability – ganz richtig!

 

Usability ist eigentlich immer ein Kernthema. Mitarbeiter und verschiedene Nutzer eines PIM haben heute aber immer weniger Zeit und oft ein sehr spezialisiertes Aufgabengebiet. Sie müssen schnell verstehen, worum es geht und was ihre Aufgabe ist. Sie müssen sich auf das fokussieren können, was relevant für ihren Job ist. Ein aufgaben- und rollenspezifisches User Interface wird daher MDM-Standard werden.

Welche Rolle spielt die Datenqualität in Ihrer strategischen Ausrichtung?

Eine wichtige Rolle! Eine gute Datenqualitätslösung gehört unbedingt zu einem PIM dazu. Bei Product 360 ist die Funktion Data Quality bereits integriert. Das heißt, die Produktdatenqualität wird bereits von Anfang an (z. B. beim Produktdaten-Upload durch die Lieferanten) geprüft. Das ist sehr praktisch. Die meisten unserer Kunden nutzen daher von Anfang an Informatica Data Quality oder ergänzen es später.

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Angenommen, ich möchte mich als Unternehmen im PIM-Markt orientieren. Welche Tipps haben Sie für mich?

Ich würde mir die Ergebnisse unabhängiger Analysten, wie eben Gartner (MDM Magic Quadrant) und Forrester (PIM Wave) ansehen. Es ist auch wichtig, mit Partnerunternehmen aus der eigenen Branche zu sprechen, die bereits erfolgreich (oder auch nicht so erfolgreich) ein PIM nutzen. So kann man sich eine neutrale Meinung bilden.

Wo tun sich Ihrer Erfahrung nach Unternehmen bei der Einführung eines neuen PIM-Systems schwer?

Die interne Überzeugungsarbeit von Entscheidern und Anwendern scheint viele Kunden immer noch vor große Herausforderungen zu stellen – ebenso das Change-Management im gesamten Unternehmen. Oft hilft auch hier ein Gespräch mit anderen Unternehmen, die ähnliche Situationen erfolgreich gemeistert haben. Wir bieten dies unseren Kunden und Interessenten im Bedarfsfall an. Unsere Bestandkunden treffen sich außerdem regelmäßig zu regionalen User Groups, den Customer Advisory Boards. Hier können sie sich untereinander austauschen und mit Produktexperten sprechen.

Was muss generell für eine erfolgreiche Implementierung beachtet werden?

Ich empfehle eine realistische und gründliche Vorarbeit, das heißt: den Anforderungskatalog und die Planung mit einem Experten zu erledigen. Wir arbeiten hierfür weltweit mit sehr erfahrenen MDM-Implementierungspartnern zusammen und bieten unseren Kunden auch unseren eigenen Professional Service an.

Wie haben sich Ihre Kunden in den letzten Jahren verändert?

Die Bereitschaft dafür, Data als Herz des Unternehmens zu verstehen, steigt: Dieses Verständnis wird durch die Digitalisierung vorangetrieben. Ich sehe in diesem Zusammenhang vier Trends beziehungsweise Herausforderungen:

  • Große Datenvolumen müssen für Big Data in Echtzeit abgedeckt werden,
  • die User Experience muss einfach sein,
  • die Time-to-Value muss verkürzt werden und
  • in einer hybriden IT-Welt mit On-Premise-Lösungen, Hosting- und Cloud-Lösungen muss man flexibel bleiben.

Ist Artificial Intelligence auch ein Trend?

Definitiv. Artificial Intelligence bietet das Potenzial, sinnvolle Empfehlungen zu geben: Was ist mein nächster Schritt, was muss ich als nächstes tun? Welche Daten laufen Gefahr, nicht mehr compliant zu sein, was ist das nächste logische Up-Sell? Welcher Kunde hat eine neue Adresse? Welcher Lieferant droht auszufallen? Das sind die Fragen, auf die wir schon heute Antworten geben.

Herr Rund, ich danke Ihnen für Ihre Einschätzungen und dieses Gespräch.

Gerne doch. Auf Wiedersehen!


 

Mehr zu Informatica, MDM und PIM finden Sie hier:

Download Success Story (PDF): Informatica für SportScheck
Download Success Story (PDF): Informatica für Vitakraft

Video: Informed Purchase Journey

 



 


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Blogbeitrag von Andreas Anding

Andreas Anding ist Mitglied der Geschäftsleitung und berät Unternehmen in den Bereichen internationale Vertriebs- und Produktkommunikation sowie Customer-Experience-Management. Zu seiner weiteren Expertise zählen Strategien zur Digitalisierung und Transformation, die er mit seinem Team für unsere Kunden entwickelt und realisiert.
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