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Wie Sie mit Database-Publishing Ihren Katalog schneller produzieren

Wie Sie mit Database-Publishing die Katalog­produktion beschleunigen

Wie erstellt man Kataloge schnell und gemäß der Corporate Identity, ohne dass alles über den gleichen Layoutkamm geschert werden muss? Agenturinhaber Michael Brodschelm erklärt, wie regelbasiertes Database-Publishing die Katalogproduktion beschleunigt – und wie die Ergebnisse trotzdem gut aussehen.

Manuelle Erstellung, oder auch: Fehlerquellen en masse

Unternehmen, die ihre Kataloge nicht mit Database-Publishing erstellen, handeln sich gleich von zwei Seiten Fehlerquellen ein. Zum einen schleichen sich sehr leicht Formatierungsfehler ein, wenn Inhalte händisch in ein Layout übertragen werden. Und selbst wenn ein grafisch versierter Mitarbeiter die Inhalte einpflegt, besteht immer noch die Gefahr, dass seine Kollegen im nächsten Arbeitsschritt beim Layout Fehler machen, wenn sie ihre Korrekturen einfügen.

Zum anderen ist das Know-how über das korrekte Layout häufig personenabhängig. Wenn dann der eine Mitarbeiter, der sich in das Corporate Design (CD) und dessen Eigenheiten hineingefuchst hat, erkrankt oder das Unternehmen verlässt, dauert die Katalogproduktion länger und hat nicht die gewünschte visuelle Qualität.

Fehler vermeiden mit Database-Publishing

Beim Database-Publishing fließen Produktinformationen aus einer Datenbank direkt in ein vorgefertigtes Template, das zum Beispiel in einer InDesign-Datei liegt. Im Template sind Absatzformate und Stilvorlagen definiert: Schriftgrößen, Zeilenabstände, Laufweiten, Randabstände, Sprachvorgaben für die Silbentrennung und weitere Faktoren sind dadurch unabänderlich und entsprechend des CD festgelegt.

Dank des vordefinierten Layouts müssen die Produktinformationen in InDesign nicht zusätzlich formatiert werden. Die frühere Fehlerquelle löst sich durch Database-Publishing quasi in Luft auf. Dadurch reduzieren sich Korrekturschleifen auf maximal zwei, und unsere Kunden können ihre Verkaufsliteratur um bis zu 60 Prozent schneller herausbringen – ein entscheidender Wettbewerbsvorteil angesichts immer kürzerer Produktlebenszyklen.

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Immer nur Templates – sieht dann nicht alles gleich aus?

Bei aller Zeitersparnis, die ein vordefiniertes Layout bietet: Wenn Unternehmen der Einheitlichkeit zuliebe auf streng vordefinierte Templates setzen, riskieren sie einen eintönig aussehenden Katalog. Einige Unternehmen versuchen, dies zu vermeiden, indem sie mehrere Templates mit verschiedenen Layouts verwenden. Jedoch erhöht dieses Vorgehen wieder den manuellen Aufwand.

Mathematische Regeln für kreative Freiräume beim Katalog

Um den gefürchteten „Telefonbuch-Look“ bei den Katalogen unserer Kunden zu vermeiden, ergänzen wir die Templates um mathematische Definitionen, die per XML-Schnittstelle an die Datenbank angedockt werden. In diesem grafischen Regelwerk bilden wir sämtliche Regeln der Corporate Identity mathematisch ab. Das klingt zu abstrakt?

Nehmen wir an, ein Unternehmen verwendet für Kataloge einen dreispaltigen Seitenspiegel. Mithilfe mathematischer Definitionen können wir beispielsweise festlegen, inwieweit sich die Proportionen eines Bildes verändern, wenn es über eine, zwei oder drei Spalten gelegt wird. Außerdem können wir im Regelwerk definieren, wie sich der übrige Seitenaufbau in Abhängigkeit der Bildgröße verändert.

Seitenlayout für einen rein template-basierten Katalog
Auf Dauer etwas eintönig: rasterkonformes Layout

Mit diesem Regelwerk werden unsere Kunden flexibler und können Details ihrer Katalogseiten individueller gestalten – damit eben nicht alles gleich aussieht. In unserem Beispiel mit dem dreispaltigen Seitenspiegel wird dann auch der Seitenüberlauf, also das Aufbrechen der Spalten für einzelne Bilder, möglich. Diese ästhetisch begründete Abweichung vom Raster kann mathematisch zwar nicht abgebildet, aber gespeichert werden: Nachdem ein Grafiker den Seitenüberlauf manuell eingestellt hat, kann der Kunde bei der nächsten Generierung zwischen dem vordefinierten Layout und der individuellen Abweichung wählen.

Beim Database Publishing kann der Katalog regelbasiert gelayoutet werden.
Mit regelbasiertem Design können Sie das Raster des Katalogs aufbrechen: Das Bild reicht hier bis zum Seitenrand.

 

Parlez-vous Database?

Übrigens ist das regelbasierte Design auch für internationale Katalogproduktionen sehr nützlich: Das Regelwerk kann beispielsweise festlegen, dass Textelemente in französischer Sprache mit leicht verringerten Zeilenabständen und Laufweiten ausgegeben werden. So brauchen diese Texte nicht mehr Platz als die deutsche Übersetzung – und das, obwohl französische Texte um bis zu 35 Prozent länger ausfallen als ihre deutschen Entsprechungen.

Fazit

Database-Publishing kann die Katalogproduktion um bis zu zwei Drittel beschleunigen, indem es Korrekturschleifen minimiert und händische Anpassungen an die CI-Vorgaben in das Regelwerk einschreibt. So werden Anpassungen für künftige Generierungen abgespeichert oder sogar von vornherein unnötig gemacht.

Ein regelbasiertes Design stellt zusätzlich sicher, dass sich die Produktion nicht auf eine reine „Template-Betankung“ beschränkt. Das Regelwerk erlaubt individuelle Anpassungen und ein vielfältigeres Erscheinungsbild, bei dem der Leser dank der Abwechslung länger am Ball bleibt.

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Blogbeitrag von Michael Brodschelm

Michael Brodschelm ist gelernter Lithograf. Seinen Beruf erlernte er in einer Zeit, als Lithografie noch nicht computergestützt war, sondern manuelle Handwerkskunst. Er ist Gründer und Inhaber der mds. Agenturgruppe und Experte für Innovationen in Print und Digital.
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