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Wie künstliche Intelligenz das Geschäftsmodell von Google bedroht

Wie künst­li­che In­telli­genz das Ge­schäfts­mo­dell von Google bedroht

Internetkonzerne wie Amazon, Apple, Facebook oder auch der Taxischreck Uber setzen seit einiger Zeit künstliche Intelligenz in ihren Kernprodukten ein. Ziel ist es, Suchanfragen von Usern schneller und besser vorhersagen zu können. Jetzt zieht auch Google nach. Aber welche Folgen hat das für den Suchmaschinengiganten und sein Geschäftsmodell?

Neu in der App: der per­so­na­li­sierte Newsfeed

In der Google-App finden Nutzer jetzt nicht mehr nur die altbekannte Suchleiste vor, sondern auch einen personalisierten Newsfeed, der aus der Suchhistorie des Nutzers generiert wird. Und wie Mashable berichtet, wird der Newsfeed bald auch in den Browserversionen der Nutzer zu finden sein.

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Künstliche Intelli­genz wird Such­an­fragen ver­ringern

Mit der Neuerung will Google besser auf die Nutzer eingehen und deren Suchwünsche vorhersagen, noch bevor sie eingetippt oder ins Mikrofon gesprochen werden. Diese vorausschauende künstliche Intelligenz wird das Volumen der Suchanfragen langfristig reduzieren, weil jeder Nutzer zukünftig individuell mit Informationen versorgt wird – abgestimmt auf Standort, Uhrzeit und bisherige Suchanfragen.

Google braucht dringend neue Ein­nahme­quellen

Zwar wird die Suchleiste nicht ganz verschwinden, doch sie wird gegenüber der künstlichen Intelligenz allmählich an Bedeutung verlieren. Genau hier liegt das Problem für Googles Mutterkonzern Alphabet: Denn der Firmenumsatz hängt immer noch komplett vom Such-Traffic und den dabei ausgespielten Werbeanzeigen ab, während die meisten anderen Google-Produkte kaum Geld einbringen.

Allein im ersten Quartal 2017 waren die Werbeeinnahmen für 99,9 Prozent des Google-Umsatzes verantwortlich. Die Manager der Suchmaschine wissen schon länger, dass sich das Werbegeschäft in seiner jetzigen Form nicht dauerhaft aufrechterhalten lassen wird. Alphabet versucht deshalb fieberhaft, das Geschäft vielseitiger aufzustellen und auch mit anderen Produkten Geld zu verdienen.

Künstliche Intelligenz ver­än­dert An­for­de­rungen auch für Unter­nehmen

Schon heute reagieren Unternehmen auf neue SEO-Anforderungen, die sich aus der immer beliebteren und leistungsfähigeren Sprachsuche ergeben. Auch der Suchmaschinenriese muss sich jetzt fragen, welches Potenzial der Newsfeed für die Einnahmen des Konzerns und folglich dessen Zukunft hat. Doch der erste Schritt ist getan: Mit seinem Smartphone „Pixel“ wagt sich Google auf neues Terrain vor. Denn die Google-Manager wissen als digitale Innovationstreiber nur allzu gut, dass sie den technischen Fortschritt nicht aufhalten können, sondern für sich nutzen müssen.

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Blogbeitrag von Elke Lichtmann

Elke Lichtmann schreibt für die Berliner Onlineredaktion der mds zu operativen Themen der Produktkommunikation.
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