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HTC: Steht Virtual-Reality-Sparte zum Verkauf?

Einst war HTC Big Player im umkämpften Smartphone-Markt – der Umsatz des taiwanesischen Herstellers ist in den vergangenen Jahren aber stetig zurückgegangen. Die dabei entstandenen Verluste muss das Unternehmen jetzt vielleicht mit dem Verkauf seiner Virtual-Reality-Sparte kompensieren. Gespräche mit der Google-Dachgesellschaft Alphabet blieben bislang aber unbestätigt.

Stetiger Verlust von Anteilen im Smartphone-Markt

2011 waren die Verkaufszahlen von HTC fast noch gleichauf mit denen von Samsung: Ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Taiwanesen und den Koreanern schien sich anzubahnen. Letztere zogen allerdings schnell davon und ließen HTC einen immer kleiner werdenden Teil des Smartphone-Kuchens.

HTC VR Verkauf.png
Übersicht über die HTC-Marktanteile bei Smartphones (in Grün), Quelle: Statista

 

Zusätzliche Konkurrenz aus China, etwa durch Huawei, Oppo, Vivo und Xiaomi, erschwerten den Erfolg weiter. Mittlerweile ist – trotz eines stetig wachsenden Portfolios – der Marktanteil von HTC bei den Android-Smartphones auf unter zwei Prozent gesunken. Im ersten Quartal 2017 verzeichnete HTC entsprechend einen Nettoverlust von zwei Milliarden Taiwan-Dollar (ca. 60 Millionen Euro).

 

Blühendes Geschäft mit der HTC „Vive“

Ganz im Gegensatz dazu gelang es HTC, sich mit der Virtual-Reality-Brille HTC „Vive“ als Marktführer zu etablieren – gemeinsam mit der Oculus „Rift“ und Sonys „Playstation VR“.

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Eine HTC „Vive“ mit Controller (Foto: mds)

 

Laut einer Schätzung des US-Marktforschungsunternehmens Super Data setzte HTC im Verlauf des letzten Jahres über 420.000 Einheiten der „Vive“ ab. Die unverbindliche Preisempfehlung für das Head-Mounted Display lag zunächst bei 899 Euro, wurde aber vor Kurzem dauerhaft auf 699 Euro gesenkt.

 

Schnelle Fakten: HTC Corporation

Umsatz     
Mitarbeiter  
Gründung  
Firmensitz    

2,5 Milliarden US$ (2016)
14.000
1997
Taoyuan (Taiwan)

 

Gerüchte über Verkauf der Virtual-Reality-Sparte

Wie der US-Mediendienstleister Bloomberg verlautbarte, prüfe HTC momentan die Option, die VR-Produktion abzuspalten und zu verkaufen. Auch ein Gesamtverkauf des Unternehmens stehe zur Debatte. Die prekären Geschäftszahlen des Smartphone-Segments machen diese Variante allerdings wenig wahrscheinlich: Der Börsenwert des Unternehmens sank seit seinem Allzeithoch im Jahr 2011 beachtlich. Kostete eine Aktie damals 1.300 TWD (knapp 36 Euro), ist das Wertpapier jetzt bereits für 70 TWD (weniger als zwei Euro) zu haben.

Gespräche mit Google?

Laut Bloomberg-Bericht befindet sich HTC im Moment im Gespräch mit möglichen Käufern. Unter anderem soll die Google-Dachgesellschaft Alphabet zu den Gesprächspartnern gehören. Dies wurde allerdings bislang nicht bestätigt. HTC arbeitete in der Vergangenheit bereits als Auftragsfertiger für Google, so etwa für das Smartphone „Nexus One“ und weitere Tablets aus der Nexus-Reihe – zudem für das momentane „Pixel“-Smartphone-Modell.

Die Zukunft von Virtual Reality

Virtual Reality ist nicht nur für „Spielereien“ und den Consumer-Markt interessant: Weitere Anwendungsbereiche, etwa in Industrie, Medizin und auch in der Vermarktung, werden zunehmend erschlossen. Ein konkretes Fallbeispiel für den Einsatz von VR in der Unternehmenskommunikation haben wir im Zusammenhang mit unserem Kunden Liebherr verschriftlicht, bei Interesse können Sie hier die Case Study herunterladen.

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Virtual Reality im Einsatz auf der IFA (Foto: mds)

 

Mehr auf dem mds.Blog zu VR

 

Case Study Messepräsentationen

Blogbeitrag von Robert Nagel

Robert Nagel ist Redakteur bei der mds. Agenturgruppe. Er schreibt in Berlin zu strategischen und operativen Themen der Produkt- und Vertriebskommunikation.
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