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Pimcore ist das Vitamin C für die Produktkommunikation eines Unternehmens

Was ist pimcore?

Ein Sortiment mit 500.000 Produkten ist bei mittelständischen Unternehmen keine Seltenheit. Das bedeutet eine Menge Produktinformationen. Wie schafft man es, einer solchen Masse an Produktdaten Herr zu werden? Wie verwaltet man die Datenvielfalt und leitet sie gezielt in verschiedene Kanäle, wie zum Beispiel einen Katalog oder den Onlineshop, aus? Wir erklären, was es mit der Open-Source-Plattform Pimcore auf sich hat und warum diese eine beliebte Lösung ist.

Was ist Pimcore?

Pimcore ist eine Open-Source-Plattform für Product Information Management (PIM), also die Verwaltung von beliebigen digitalen Daten. Pimcore schafft die Voraussetzung für eine saubere Datenbasis und das Single-Source-Publishing: Sämtliche Produktinformationen werden zentral und medienneutral vorgehalten und aus einer Quelle crossmedial und kanalspezifisch publiziert.

Noch einmal zur Erinnerung: Was ist ein PIM-System?

PIM steht für Product Information Management und ist nichts anderes als eine zentrale Datenbank für Produktinformationen. Das bedeutet, dass alle Produktdaten einmalig in der Datenbank zusammengetragen, hinterlegt und dort auch konsistent gepflegt sowie aktuell und medienneutral vorgehalten werden. „Medienneutral“ bedeutet, dass eine Ausleitung in beliebige Formate (Print und Online) sowie Kanäle bzw. Touchpoints (Onlineshops, Vertriebsplattformen, Kataloge, Mobile Apps usw.) jederzeit möglich ist.

Was ist alles drin im „Rundum-Paket“ Pimcore?

Folgende vier Module sind in der konsolidierten Open-Source-Suite integriert

1. Product Information Management (PIM & MDM)

Speichern und Verwalten von Produktdaten sowie Kerndaten aus dem ERP (Enterprise Resource Planning)

2. Digital Asset Management (DAM/MAM)

Speichern und Verwalten von beliebigen digitalen (Medien-)Dateien wie Grafiken, Videos, Musikdateien und Textbausteinen in jeglichen Dateiformate

3. Web Content Management (CMS & UX)

Single-Source-Publishing-Funktionalität: Produktdaten und Assets liegen medienneutral vor und werden medienspezifisch in alle Ausgangskanäle ausgeleitet: Desktop, Mobile, Apps, soziale Plattformen, Print, POS, Digital Signage etc.

Das CMS kann optional auch eine auf Pimcore basierende Homepage verwalten.

4. Omni-Channel E-Commerce

Flexible B2B- und B2C-Commerce-Funktionalität. Dieses „Paket“ steht nur Pimcore-Partnern zur Verfügung. Alle anderen Agenturen haben darauf keinen Zugriff.

Pimcore besteht aus vier Modulen

In Pimcore sind vier Module integriert (Quelle: Pimcore)

Drei Kernstärken Pimcores

  1. Modularer Aufbau und Integration von vier Funktionalitäten in einer Suite: Unterschiedliche Einzellösungen sind in einer homogenen Applikation vorhanden. Das hat folgenden Vorteil: Nach Bedarf können zunächst nur einzelne Module, wie PIM oder DAM, genutzt werden. Findet im Unternehmen eine Entwicklung statt, sodass zusätzliche Funktionen benötigt werden, kann der entstandene Bedarf einfach abgedeckt werden.
  1. Die „Connect anything“-Architektur und der ganzheitliche API-Ansatz ermöglichen eine gute Konnektivität und eine bidirektionale Echtzeitkommunikation mit Business-Enterprise-Systemen wie ERP (Enterprise Resource Planning) oder CRM (Customer Relationship Management) sowie mit Anwendungen von Drittanbietern.
  2. Absolute Flexibilität durch hohe Skalierbarkeit und Stabilität:
  • Skalierbarkeit: Pimcore ist horizontal und vertikal skalierbar – d. h. sowohl eine wachsende Useranzahl als auch steigende funktionale Anforderungen an die Software können bedient werden.
  • Stabilität: Durch ihre standardbasierte Technologie ist die Pimcore-Plattform robust und zuverlässig. Sie setzt auf dem PHP-Framework von Zend auf.

Pimcore ist auch für E-Commerce-Lösungen geeignet

Auch wenn PIM einen Teil des Namens ausmacht, dürfte inzwischen klar geworden sein, dass Pimcore mehr als „nur“ ein PIM-System ist. Auch sehr individuelle E-Commerce-Lösungen lassen sich mit Pimcore effizient umsetzen. Wenn die Grundlage geschaffen ist und die Produktstammdaten aus dem ERP im PIM und DAM angereichert und miteinander verknüpft worden sind, bietet es sich an, das Pimcore-eigene E-Commerce-Modul zu nutzen. Es kann aber auch ohne Probleme eine andere Onlineshop-Software, wie beispielsweise Magento, genutzt werden.

Attraktiver Kostenfaktor

Für lizenzpflichtige Enterprise-Lösungen auf „Pimcore-Niveau“ kann man von fünf- bis sechsstelligen Grundbeträgen ausgehen, die initial in die Anschaffung der Software fließen – Implementierungs-, Maintenance- sowie Customizing-Kosten on top. Dieses Geld kann bei Pimcore direkt in den Aufbau des Systems investiert werden, da Pimcore als Open-Source-Lösung keine fixen Lizenzkosten verursacht.

Weitere Fragen in Bezug auf die Implementierung und die entstehenden Kosten bei einem PIM-System beantworte ich in diesem Interview.

Pimcores Partnerprogramm

Pimcore baut auf einem kostenlosen Partnerprogramm auf, stellt dabei aber hohe Anforderungen: Die Partner müssen Projekte erfolgreich mit Pimcore umgesetzt haben und diese in Form von Cases vorweisen können. Pimcore-Partner sind daher nur führende Agenturen, die bereits viel Erfahrung mit der Implementierung der Software in Unternehmen gesammelt haben und somit fundierte Fachkenntnisse mit der Pimcore-Technologie vorweisen können.

mds ist zertifizierter Pimcore Partner
mds ist zertifizierter Pimcore Partner

 

Das Partnermodell dient in erster Linie der Sicherheit für den Kunden. Sollte dieser mit der Leistung seines Partners nicht zufrieden sein, kann er sich einen anderen Partner suchen bzw. an Pimcore selbst herantreten und Support anfragen (das ist allerdings kostenpflichtig). So steht hinter dem Partner ein starker Anbieter, und das bedeutet eine hohe Investitionssicherheit für den Kunden.

Ein PIM-System erfordert gelebte Strukturen

Eines muss klar sein: Beim PIM ist es nicht mit der Installation getan, frei nach dem Motto „Einmal installiert, und schon läuft alles wie am Schnürchen“. Vielmehr bildet ein PIM Strukturen ab. Daher kann ein PIM-System auch nur so gut sein wie die Strukturen des Unternehmens. Es ist deshalb sehr wichtig, vorab saubere Strukturen zu definieren sowie Arbeitsprozesse stringent aufzusetzen und diese im Unternehmen auch zu leben.

Pimcore Beratung: empfohlen

PIM ist grundsätzlich ein sehr beratungsintensives Thema. Die Anforderungen sind kundenindividuell sehr unterschiedlich. Daher lohnt es sich, eine eingehende Analyse des Status quo und eine Beratung von einem externen Partner in Anspruch zu nehmen und von dessen Expertise zu profitieren. Ein Pimcore-Partner hilft zum Beispiel beratend, das System nicht nur technisch einwandfrei in das IT-Umfeld des Unternehmens zu integrieren, sondern auch die zu integrierenden Strukturen und Arbeitsprozesse so aufzusetzen, dass am Ende auch alle Abteilungen damit arbeiten können.

Die Beratungskosten im Vorfeld machen die Kosten wett, die nach einer zu kurzen Implementierungsphase und daraus resultierenden Korrekturschleifen entstehen.

fazit

Pimcore ist eine mächtige Multichannel-Publishing- und Marketing-Suite und damit eine sehr gute Grundlage, um ein PIM-/DAM-System aufzubauen. Sie bietet noch weitere Komponenten, die man nicht sofort nutzen muss – auf die man aber zurückgreifen kann, wenn Bedarf entsteht.

Mit Pimcore lassen sich Produktinformationen und der gesamte Web-Content einfach verwalten und pflegen. Das Open-Source-Framework ist extrem flexibel, leistungsfähig, komplett individualisierbar und zudem benutzerfreundlich – das macht Pimcore zu einer sehr beliebten und attraktiven Lösung. Gerade mittelständischen Unternehmen ermöglicht die Software einen kosteneffizienten Einstieg ins Multichannel-Publishing. 

 

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Blogbeitrag von Philip Wiemer

Philip Wiemer leitet in München den Bereich Digital der mds. Agenturgruppe GmbH. Er betreut Kunden bei strategischen und operativen Themen der Produkt- und Vertriebskommunikation.
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