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Was ist Digital Publishing?

„Digital Publishing? Machen wir doch schon, alles in InDesign!“ – Wenn es Ihrer Marketingabteilung trotzdem bereits jetzt vor der nächsten Katalogproduktion graut, verstehen Sie unter „Digital Publishing“ wahrscheinlich etwas anderes als die Kollegen. Zeit für eine Begriffsklärung.

Digital Publishing – eine Definition

Beim Digital Publishing werden Inhalte in verschiedenen Medien und Formaten veröffentlicht. Dabei werden Texte und Bilder medienneutral in einer zentralen Datenquelle vorgehalten und dann in das gewünschte Format ausgespielt. Weil die Inhalte medienübergreifend bereitgestellt werden, spricht man beim Digital Publishing auch vom Cross Media Publishing.

Ein Beispiel: Die einheitliche Produktpalette

Angenommen, Sie wollen Ihre Produktpalette in mehreren Medien ansprechend präsentieren: im Katalog, in Ihrem Webshop oder auf der Mobile-Ansicht Ihrer Website. Sie müssen also eine Menge Produkt- und Bilddaten koordinieren.

Wenn Ihre Marketer dabei ohne einheitliche Datenbasis arbeiten, spielen sie sich im besten Fall selbstständig die aktuellen Texte und Bilder zu und hoffen, dass der einzige Mitarbeiter, der das Produktfoto in Originalgröße auf dem Rechner hat, nicht krank wird. Je mehr Produkte es gibt, desto schwieriger wird diese Datenjonglage: Am Ende fliegen zehn Textversionen in dreißig verschiedenen Formatierungen und vier Bilder in fünf Bearbeitungsstufen durch die Gegend und keiner hat mehr den Überblick. Wenn Ihre Mitarbeiter die Inhalte dann auch noch händisch in die verschiedenen Formate frickeln müssen, rückt eine für alle Medien einheitliche Produktpalette in weite Ferne.

Versionierungschaos im Publishing, von www.ausderhoelle.de
Das Versionsmonster hat zugeschlagen. Quelle: www.ausderhoelle.de

 

Mit einer einheitlichen Datenquelle sieht das Szenario schon viel freundlicher aus: Texte und Bilder werden medienneutral – also unformatiert – gespeichert. Fotos zum Beispiel werden in der höchsten Qualität vorgehalten und erst bei der konkreten Einbindung in ein bestimmtes Format komprimiert. Die Schnitzeljagd nach „dem einen“ hochauflösenden Bild quer durch die Festplatten bleibt Ihnen also erspart. Texte indes werden völlig unformatiert abgespeichert und automatisch gelayoutet, sobald sie in die Gestaltungsvorlage ausgespielt werden.

Wie funktioniert das?

Moderne Redaktionssysteme können mittlerweile sowohl XML-Textdateien verarbeiten als auch auf das Layout zugreifen. Bei bisherigen Desktop-Publishing-Systemen müssen die aktuellen Inhalte manuell in die Seiten eingepflegt werden, was äußerst zeitaufwendig ist. Mit einem Digital-Publishing-System hingegen können aktuelle Daten in mehrere Formate gleichzeitig ausgespielt werden.

Was brauche ich für Digital Publishing?

Sie brauchen eine zentrale Datenquelle, zum Beispiel ein Product-Information-Management-System (PIM). Dort werden die aktuellen Produktdaten und -bilder vorgehalten. Wenn die Daten sich ändern, werden sie direkt im PIM geändert, ohne für das übliche Versionschaos zu sorgen.

Und was habe ich davon?

Die einheitliche Datenquelle spart Zeit, die sonst für händische Datensuche und
-anpassung verbraten worden wäre. Außerdem schleichen sich bei einem zentralen Speicherort weniger Fehler ein als bei der lokalen Ablage. Digital Publishing ist damit nicht nur schneller und kostengünstiger, sondern kann auch flexibler auf Änderungswünsche reagieren.

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Blogbeitrag von Michael Brodschelm

Michael Brodschelm ist gelernter Lithograf. Seinen Beruf erlernte er in einer Zeit, als Lithografie noch nicht computergestützt war, sondern manuelle Handwerkskunst. Er ist Gründer und Inhaber der mds. Agenturgruppe und Experte für Innovationen in Print und Digital.
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