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Wandel von unten

Wandel von unten: „Es muss sich endlich etwas ändern!“

Die Kollegen verbarrikadieren sich hinter ihren Monitoren, Vertrieb und Kundenservice ziehen keine Schlüsse aus der gesunkenen Kundenzufriedenheit, der Chef und der Abteilungsleiter halten an verfahrenen Prozessen fest. Und Sie ärgern sich über die fehlende Flexibilität und Fähigkeit, etwas zu ändern? Dann gibt es nur drei Möglichkeiten: aushalten, gehen oder selbst die Veränderung bewirken. Die ersten zwei Optionen klingen nicht gut? Dann stellen Sie die Weichen auf Entwicklung!

„Die Produktionsabteilungen in den Unternehmen entwickeln die Produkte konsequent, um die Anforderungen des Marktes zu erfüllen. Das Marketing wird in diese Veränderungsprozesse oft nur als ausführendes Organ vor vollendete Tatsachen gestellt, muss viel zu oft hinterherlaufen und kann weder quantitativ noch qualitativ mit den Produkten und deren ständig erweiterten Vertriebswegen selbst mithalten. Wenn aber von hier aus die Bereitschaft signalisiert wird, den Wandel anzunehmen und aktiv mitzugestalten, ist viel gewonnen“, weiß Michael Brodschelm von mds.

Der erste Schritt zum Wandel ist, die eigene Unzufriedenheit zu analysieren:

  • Was genau stört mich?
  • Welcher Prozess ist damit verbunden (interne Abfrage, Abstimmungen, Produktion)?
  • Wer und was ist Teil dieser Prozesse (Abteilungen, Personen, Systeme, Software)?
  • Besteht bereits eine Alternative, die nicht genutzt wird? Oder fehlt bisher eine Lösung?
  • Habe ich eine Vorstellung oder Idee, wie die Störung behoben werden kann?

Wer weiß, was ihn stört, kann sich artikulieren. Auch und insbesondere gegenüber Kollegen und dem Chef. Der nächste Schritt ist die Suche nach Mitbetroffenen und Gleichgesinnten.

  • Wer ist ebenfalls durch die Störung betroffen? Stört diese Person dasselbe wie mich, oder nennt sie einen weiteren Aspekt oder eine Variante der Störung?
  • Welche Chancen sehen Sie und Ihre Kollegen, wenn die Störung behoben wird?
  • Welche Risiken gibt es?
  • Wer muss unbedingt als Erster von einem Wandel überzeugt werden, um etwas zu ändern?

Spätestens jetzt ist es an der Zeit, Raum für regelmäßigen Austausch und den eigenen Schlachtplan zu schaffen. Solange noch kein O.K. vom Chef eingeholt wurde, bieten sich wöchentliche gemeinsame Mittagessen an. Und in ein paar Monaten sagen Sie vielleicht: Schaut mal, an diesem Tisch in der Kantine hat alles angefangen.

Checkliste: In 12 Schritten zur Veränderung

  1. Suchen Sie Kollegen und Mitarbeiter, die Lust auf Veränderung und Wandel haben.
  2. Richten Sie einen Kreis ein, in dem Sie regelmäßig das Thema Veränderung diskutieren. Beziehen Sie womöglich sowohl die Führungsetagen als auch Kollegen und Mitarbeiter ein. Gerade in den Abteilungen und Teams liegen viele gute Ideen brach.
  3. Sondieren Sie alle beteiligten Bereiche nach Veränderungsbedarf und legen Sie Ihre Scheuklappen ab: Seien Sie mutig, denken Sie quer – noch setzen Sie nichts um.
  4. Stellen Sie aus den gesammelten Impulsen eine Prioritätenliste zusammen: Welche Veränderungen müssen Sie sofort angehen? Welche haben noch etwas Zeit?
  5. Sammeln Sie Hinweise auf Ressourcen, die zur Umsetzung der Veränderung eingesetzt werden können.
  6. Formulieren Sie mit Ihrer Treibergruppe das Ziel, die Vision der Veränderung.
  7. Machen Sie diese Vision öffentlich, erklären Sie allen Kollegen und Mitarbeitern, warum diese Veränderung notwendig ist und was passiert, wenn das Unternehmen beziehungsweise die Abteilungen sich nicht verändern.
  8. Seien Sie sensibel für Widerstand. Wer blockiert und warum? Hören Sie diesen Menschen zu, holen Sie sie gedanklich und emotional ab und signalisieren Sie Gesprächsoffenheit.
  9. Sie müssen nicht jeden einzelnen Mitarbeiter überzeugen. Entscheiden Sie, wen Sie unbedingt von Anfang an dabeihaben wollen und müssen. Das Projekt selbst wird in seinem Verlauf entscheidende Überzeugungsarbeit leisten, wenn Sie deutlich dahinterstehen und es glaubwürdig vermitteln können.
  10. Setzen Sie eine Kommunikationsstrategie auf: Informieren Sie Ihre Mitarbeiter und Führungskräfte regelmäßig und im direkten Gespräch, geben Sie ihnen die Möglichkeit zur Nachfrage.
  11. Organisieren Sie Ihr Projekt. Wenn nötig, holen Sie sich Unterstützung von außen.
  12. Machen Sie während der Umsetzung und nach Abschluss des Projekts eine kritische Bestandsaufnahme.

 

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Blogbeitrag von Andreas Anding

Andreas Anding ist Mitglied der Geschäftsleitung und berät Unternehmen in den Bereichen internationale Vertriebs- und Produktkommunikation sowie Customer-Experience-Management. Zu seiner weiteren Expertise zählen Strategien zur Digitalisierung und Transformation, die er mit seinem Team für unsere Kunden entwickelt und realisiert.
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