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Geiz schlägt Qualität? Ein Kommentar von Michael Brodschelm

Geiz schlägt Qualität? Ein Kommentar von Michael Brodschelm

Ein ganz legitimes Anliegen ist sie, die Sparsamkeit. Eines, das in Krisenzeiten schon mal das Überleben sichern kann. Und ziemlich in Mode gekommen ist sie in den letzten Jahren ohnehin, wenn man heutzutage auch durchweg andere Worte benutzt, um das Phänomen wirklich erschöpfend zu beschreiben - wie zum Beispiel Geiz.

Die „Geiz ist geil“-Mentalität scheint sich allenthalben durchgesetzt zu haben, und aus der Werbung wissen wir alle längst, dass die billigsten Angebote immer die lautesten sind. Es gibt aber noch etwas, was alle wissen, aber offenbar nur allzu gerne ignorieren: Billig ist kein Synonym für gut! Auch teuer heißt nicht automatisch hochwertig, aber – mit Verlaub – höchste Qualität und Dumpingpreise haben in der Regel keine Schnittmenge.

Abstriche im Preis haben ihren Grund

Selbstredend soll hier nicht etwa der Hochpreispolitik das Wort geredet werden, denn Preisvergleiche, eine beständige Überprüfung der notwendigen Ausgaben und das Ausschöpfen von Einsparpotenzialen sind wirtschaftlich natürlich überaus vernünftig. Wer aber stets zum günstigsten Angebot greift, muss sich darüber im Klaren sein, dass die Ersparnis auch irgendwo herrühren muss. Abstriche am Preis können schließlich kaum ohne Abstriche anderswo einhergehen. Bei dem einen Produkt wird womöglich am Material gespart, bei einem anderen an den Produktionsbedingungen oder bei der Dienstleistung an den Mitarbeiterstunden. Häufig kommt zum Preisdruck noch der Termindruck: Immer schneller und immer billiger muss die Leistung erbracht werden – im Interesse einer nachhaltigen Lösung kann das alles auf jeden Fall nicht sein. Nicht selten schlagen Zeit- und Kostenersparnis in ihr Gegenteil um – und am Ende teuer zu Buche. Ganz schnell wird aus dem Supersonderangebot ein Flop.

Kosten langfristig reduzieren und dabei Qualität sichern

Wer aber die Entwicklung des eigenen Unternehmens ernsthaft vorantreiben, Prozesse und Strukturen nachhaltig effizienter gestalten möchte, der kommt um eine Investition zu Beginn des Projekts nicht umhin. Ohne Frage spart das auf lange Sicht Kosten ein. Aber ganz sicher nicht zulasten der Qualität. Die bleibt bei aller Aufmerksamkeit für Einsparpotenziale oberstes Gebot. Denn nur wenn die Qualität weiter stimmt, ist die Freude über das Ersparte auch von Dauer.

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Blogbeitrag von Michael Brodschelm

Michael Brodschelm ist gelernter Lithograf. Seinen Beruf erlernte er in einer Zeit, als Lithografie noch nicht computergestützt war, sondern manuelle Handwerkskunst. Er ist Gründer und Inhaber der mds. Agenturgruppe und Experte für Innovationen in Print und Digital.
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