<img height="1" width="1" style="display:none;" alt="" src="https://dc.ads.linkedin.com/collect/?pid=52256&amp;fmt=gif">
Content-Marketing_mds.jpg

Content-Recycling: Wo finde ich eigentlich Content im eigenen Unternehmen?

Toll: Ihr Unternehmen hat sich Content-Marketing auf die Fahne geschrieben. Die Vorteile sind bekannt: Expertenpositionierung, Pull-Prinzip, Neukundengewinnung. Jetzt gibt es nur ein Problem: Irgendwo muss der ganze Content ja auch herkommen. Woher also nehmen und nicht stehlen? Nachfolgend finden Sie einige Hinweise, wie Sie den ein oder anderen internen Content-Schatz heben können.

Firmeninterne Quellen: Content-Goldstaub aufspüren

Gehen wir davon aus, dass Sie Grundlegendes bereits erarbeitet haben: So ist eine Content-Strategie unerlässlich für erfolgreiches Content-Marketing. Ist erst einmal ein Themenplan erstellt, geht es an die Ausarbeitung, also das Schmieden des eigentlichen Contents.

Doch das ist manchmal gar nicht so einfach: Wenn Sie mit Content-Erstellung beauftragt wurden (beispielsweise im Rahmen einer Inbound-Strategie), arbeiten Sie in der Regel im Marketing Ihres Unternehmens. Es ist also nicht zwangsläufig gesagt, dass Sie von den zu behandelnden Themen aus den anderen Abteilungen (Forschung und Entwicklung, Produktion, Vertrieb, Geschäftsführung …) ein hinreichendes Detailverständnis haben – welches Sie aber benötigen, um Relevanz in Ihre Inhalte zu bringen. Die Zusammenfassung einer oberflächlichen Google-Recherche hat nämlich kaum Mehrwert. Die kann sich schließlich jeder Internetnutzer selbst zusammenstoppeln. Warum das schlecht ist, erklärt Ihnen unser E-Book „Inbound-Grundgesetz“: Jetzt Inbound-Grundgesetz herunterladen

Die gute Nachricht: Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit liegt relevanter Content in Ihrem Unternehmen aber bereits vor. Sie müssen ihn „nur noch“ finden. Wo können Sie also ganz konkret suchen? Hier ein paar Tipps.

Cartoon_welcher-Content-denn_mds.png

Interne Content-Quellen: Werden Sie aktiv!

Unsere Erfahrung zeigt: Mit einer kurzen Rundmail an „alle“ und dem Hinweis, Sie benötigten Input zu diesem oder jenem Thema, ist es nicht getan. Kein Kollege fühlt sich von so einer Mail wirklich angesprochen, abgeholt oder bekommt durch sie das Gefühl, sein Wissen werde abgefragt oder in sonst irgendeiner Art wertgeschätzt. Diesen Aufwand können Sie sich also sparen. Wenn Sie eine solche Mail unbedingt schreiben müssen, nutzen Sie sie eher dazu, die Kollegen auf ein Gespräch vorzubereiten (siehe nächster Punkt).

Das gute alte Gespräch suchen

„Face to Face“ – dieser schreckliche Begriff steht dafür, dass Sie Ihrem Kollegen Ihre volle Aufmerksamkeit widmen, indem Sie schlicht und einfach mit ihm sprechen. Ja, so etwas gibt es noch! Reden Sie mit Ihren Kollegen und Sie werden viel Wissenswertes erfahren, das sich (noch) nicht über den Flurfunk verbreitet hat. Beispiele:

  • Kollege Müller hat doch für den Vertrieb just erst eine starke Präsentation zum Thema erstellt.
  • Kollegin Meier hat bereits vor zwei Jahren mit einer Recherche und mit dem Aufbau einer Wissensbasis zu Ihrem Thema begonnen.
  • Im Kundenservice tauchen immer wieder dieselben Hinweise und Probleme auf.

All dies können ergiebige Schürfgebiete für Ihre Content-Suche sein. Aktivieren Sie daher Ihre Kollegen, indem Sie aktiv den Dialog suchen. Meiner Erfahrung nach findet man dabei so gut wie immer etwas Brauchbares – oder zumindest den Namen eines vielversprechenden Ansprechpartners.

Mit etwas Glück können Sie die Kollegen sogar in den Produktionsprozess einbinden, sodass Sie nicht alles selber schreiben müssen, ein zusätzliches Quality-Gate haben und zudem die Verständlichkeit des Geschriebenen erhöhen.

Strategiepapiere

Fangen Sie mit Ihrer Suche doch einfach oben an: Mit Sicherheit gibt es in der Geschäftsführung und bei den einzelnen Bereichsleitungen dokumentierte Strategien zur Geschäftsentwicklung, für Marketingkonzepte, für die Zukunftssicherung. Auch wenn Sie diesen Input vielleicht nicht eins zu eins verwenden können, kann er in vielen Fällen hilfreich für Ihr Verständnis sein und zudem weitere Informationsquellen benennen.

Sales-Präsentationen und andere Vertriebsmaterialien

Womit gehen Ihre Vertriebskollegen „nach draußen“? In der Regel mit den zutreffendsten Analysen, den überzeugendsten Produkten und den besten Argumenten. Oft sitzt der Vertrieb deshalb auf einem über die Jahre stetig gewachsenen Bestand unterschiedlicher Präsentationen (oder Entwürfen dafür) – eine wahre Content-Fundgrube für:

  • Marktanalysen,
  • branchenspezifische Ansprachen und Argumentationen,
  • zielgruppenspezifische Ansprachen,
  • Informationen zu Personas und deren „limbischem Treiber“ sowie
  • Informationen zum Wettbewerb und den Konkurrenzprodukten.
Cartoon_Ideenfindung-Redaktion-Boehmermann_mds.png

Wenn der Redaktion die Ideen ausgehen

 

Wissensbasis

Mit etwas Glück arbeiten Sie in einem Unternehmen, das seine Prozesse im Sinne einer Knowledge Base systematisch dokumentiert. Auch hier können Sie fündig werden, denn in so einer Dokumentation befinden sich meist gut aufbereitete und hilfreiche

  • Arbeitsanweisungen,
  • How-to-Anleitungen,
  • Checklisten,
  • Sitzungsprotokolle und Mitschriften aus Workshops,
  • Wissensgrundlagen in Form von E-Books und Whitepaper und
  • Link- und Leselisten.

Hier können Sie sich eine Menge Recherchearbeit sparen und manchmal auf ganze Bibliotheken zurückgreifen, die erstaunlich umfangreich und sinnvoll strukturiert sind.

Content-Recycling

Sie müssen nicht immer das Rad neu erfinden. „Alter Wein in neuen Schläuchen“ – das Sprichwort steht zwar für etwas anderes, kann aber auch ein ganz simples Erfolgsrezept sein, wenn es um das Finden von Content geht: Besonders hochwertige oder beliebte Artikel auf Ihrem Blog können Sie durch eine kleine Erfrischungskur wieder zum Glänzen bringen. Dasselbe Content-Recycling funktioniert mit älteren Beiträgen Ihrer Kollegen in Fachzeitschriften, neu aufbereiteten Editorials, Gastbeiträgen oder beliebten Artikeln aus der Unternehmenszeitschrift. Fragen Sie also Ihre Kollegen hiernach und sondieren Sie alte Ausgaben und Themenpläne Ihrer Publikationen.

Messeberichte

Messeberichte sind nicht nur als Retrospektive für die Messebesucher interessant, sondern als Stimmungsbild oft gerade auch für die Personen aus dem Zielpublikum, die es diesmal nicht zur Messe geschafft haben. Holen Sie sich deshalb am besten regelmäßig einen „Frontbericht“ von Messen und anderen Veranstaltungen.

Werden Sie zum Kurator

Auch beim Kuratieren von Inhalten können Sie Ihre Kollegen um Hilfe bitten: Fragen Sie sie nach ihren Informationsquellen und identifizieren Sie so weitere verborgene Content-Schätze: Gut versteckte Fachblogs, Special-Interest-Magazine unter der normalen Wahrnehmungsschwelle und themenbezogene Foren können eine wahre Goldgrube sein. Die Fachartikel aus diesen Quellen können Sie auf Ihrem Blog thematisieren und kommentieren.

Sie müssen nicht alles selbst schreiben! Sprechen Sie Ihre Kollegen ganz gezielt auf der Suche nach Inhalten an – Sie werden erstaunt sein, wer schon alles in welchen Bereichen vorgearbeitet hat. Binden Sie die Wissensträger bei der Content-Erstellung ein: Dies kann echte Begeisterung erzeugen und sorgt zudem für eine inhaltliche Qualitätssicherung.

Fazit: Inbound-marketing mit der mds

Content ist nicht gleich Content. Wir helfen Ihnen, Kampagnen auf die Beine zu stellen, die zu Ihnen passen. Erfahren Sie alles darüber, wie wir Ihnen mit der Inbound-Methode helfen können oder sehen Sie sich gleich auf unserer Preisübersicht für Inbound-Pakete um.

Inbound-Marketing-Grundregeln 

Blogbeitrag von Robert Nagel

Robert Nagel ist Redakteur bei der mds. Agenturgruppe. Er schreibt in Berlin zu strategischen und operativen Themen der Produkt- und Vertriebskommunikation.
Alle Artikel von Robert Nagel ansehen