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Andreas Anding und Markus Stadler auf der Drupa 2016

7 Fragen, 7 Antworten – Kurzinterview zur Drupa 2016

Auf der weltgrößten Messe der Druck- und Papierindustrie wurden auch in diesem Jahr wieder alle neuen Entwicklungen und Innovationen in Düsseldorf vorgestellt. Mit über 1.800 Ausstellern kann es da schon mal unübersichtlich werden. Unsere Experten für den Print- und Digitalbereich, Markus Stadler und Andreas Anding, haben sich davon aber nicht abschrecken lassen und erzählen uns hier kurz von ihren Eindrücken und den neuesten Entwicklungen der Branche.

Mit welchem thematischen Schwerpunkt seid ihr auf die Messe gegangen?

Andreas: Ich wollte mir einerseits ein Bild davon machen, welche neuen Entwicklungen und Visionen für die Publishing-Branche vorgestellt werden, und auf der anderen Seite, mit welchen neuen Technologien diese umgesetzt werden sollen. Abgesehen davon gibt es auf Messen viel Inspiration und Know-how, mit dem wir unsere Beratungskompetenz stärken wollen. Da wir permanent darum bemüht sind, den Medienproduktionsprozess für uns selbst und für unsere Kunden effizienter zu machen, sind Messen wie die Drupa, die SPS IPC Drives oder die IFA Gold wert.

Markus: Mein Fokus lag auf Webanwendungen zur Automatisierung und Produktion. Da wir immer auf dem neuesten Stand sein wollen, was die Zukunft der Druck- und Papierbranche angeht, war die Drupa natürlich der ideale Ort, um die neuesten Informationen von Unternehmen für Digitaldruck und Web2Print-Lösungen einzuholen.

Welche neuen Trends für die Branche gab es auf der Messe zu entdecken?

Andreas: Auch auf der Drupa ist die digitale Transformation stark zu spüren – die Disruption verändert die Branche stark. Immer mehr Automatisierungsmöglichkeiten verändern den Ressourceneinsatz und die Effizienz, z. B. wenn es um eine schnellere Time-to-Market, niedrigere Kosten und effektiveren Personaleinsatz geht. In der Produktentwicklung eröffnet der 3D-Druck ganz neue Möglichkeiten.

Markus: Der Trend geht mit Vollgas zum Digitaldruck, der den Offsetdruck in ein paar Jahren komplett abgelöst haben wird. Interessant waren auch die vielen Individualisierungsmöglichkeiten von Printprodukten. Das Angebot reicht von Kleinstauflagen jeglicher Art und verschiedenen Druckmaterialien über zielgenaue Kataloge, Prospekte etc. bis hin zum Zusammenspiel dieser unterschiedlichen Druckformen mit Web2Print-Lösungen. Endkunden können so mit zielgenauen Lösungen ganz präzise angesprochen werden.

Eindruck von der Drupa 2016

Was haltet ihr für den Trend mit dem meisten Potenzial für die Katalogproduktion?

Markus: Ganz klar die Individualität und Schnelligkeit des Digitaldrucks. Der ist mittlerweile viel kostengünstiger als der Offsetdruck und papierunabhängig, d. h. dass neben Papier auch auf vielen anderen Materialien gedruckt werden kann. Besonders beeindruckend waren die Innovationen am Stand von Landa. Das Unternehmen entwickelt eine Nanotintentechnologie, durch die kleinste Partikel direkt auf Stoffe wie Karton, Plastik, Metall etc. gedruckt werden können, ohne diese vorbehandeln zu müssen. Die Ergebnisse kommen dem Offsetdruck bereits ziemlich nah. Die Technologie verspricht hohe Qualität und schnellere Druckgeschwindigkeiten.

Andreas: Für mich spielt insbesondere die Ausrichtung auf die Bedürfnisse des Kunden (Customer Centricity) eine große Rolle. Neue Digitaldrucktechnologien machen auf den Kunden zugeschnittene Produktionen viel effizienter: So können kleine Auflagen mit geringeren Kosten zielführender realisiert werden, was nicht nur zu einer besseren Akzeptanz beim Kunden führt, sondern im Digitalbereich auch zu einer Erhöhung der Konversionsraten.


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Was hat euch auf der Drupa am meisten beeindruckt?

Andreas: Der Messeauftritt von Landa. Die aufwendige Show aus Video Mapping und Live-Performance, mit der das Unternehmen seine neue Nanografietechnologie vorgestellt hat – das war schon beeindruckend. Und der riesige 3D-Drucker, an dem ist wohl niemand so einfach vorbeigekommen, ohne zweimal hinzusehen.

Markus: Neben der Präsentation zu Anwendungsfeldern der Nanotechnologie beim Druck sind mir ein paar Online-Tools besonders im Gedächtnis haften geblieben. Die auf der Messe vorgestellten Layout-Tools sind wahnsinnig benutzerfreundlich und ideal fürs Online-Editing, eine immer wichtigere Funktion von Web2print-Lösungen, wenn es um schnelle Abstimmungsvorgänge und das Verkürzen von Korrekturschleifen geht. Und natürlich bleibt man auch des Öfteren vor den riesigen neuen 3D-Druckern stehen.

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Welcher Messestand hat euch am besten gefallen und warum?

Andreas: Schwer zu sagen, aber Landa war schon der Hammer. Canon war auch nicht schlecht. Am Ende haben wir von der ganzen Messe aber nur die Hälfte gesehen, deswegen kann ich das nicht ganz beurteilen.

Markus: Bei mir war es auch Landa, weil sie eine sehr gute Mapping Show für ihr Produkt hatten, kombiniert mit einer ausgezeichneten Präsentation der Produkte und Innovationen.

Was nehmt ihr euch von der Drupa für eure Arbeit mit – für den Alltag und für die Zukunft?

Andreas: Ganz klar, dass im Publishing weiter digitalisiert werden muss! Da steckt noch viel ungenutztes Potenzial drin – für uns selbst, aber auch für unsere Kunden. Für den Alltag habe ich mir ganz konkrete Ansätze für aktuelle Beratungsmandate mitgenommen und denke, dass sie die Arbeit bereichern werden.

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Markus: Für mich war wichtig zu sehen, wie sich die Branche weiterentwickelt. Die Drupa hat uns darin bestätigt, dass wir bereits seit Jahren die richtigen Entwicklungen für uns und unsere Kunden forcieren. Beim Thema Online-Tools werden wir weiter auf unsere bewährten Favoriten setzen, aber auf jeden Fall auch das eine oder andere Programm testen. Ansonsten habe ich viele Eindrücke von den Entwicklungen des Digitaldrucks mitgenommen und werde überlegen, wie wir neue Techniken einsetzen können, um unseren Printbereich noch effektiver aufzustellen und weiterzuentwickeln.

Und wie fühlt man sich nach so einem Messetag?

Andreas: Die ganzen Eindrücke müssen erst mal verarbeitet werden, die Gedanken geordnet und … meine Füße tun weh!

Markus: Müde und leer.

Dann gute Erholung und besten Dank für das Interview!

 

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Blogbeitrag von Patrick Scherfeld

Patrick Scherfeld ist Redakteur bei der mds. Agenturgruppe. Er schreibt in Berlin zu strategischen und operativen Themen der Produkt- und Vertriebskommunikation.
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